Wintereinbruch im Flachland Kalte Temperaturen machen Zentralschweizer Obstbauern zu schaffen

Die Schweiz hat eine für die Jahreszeit extrem kalte Nacht mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt hinter sich. Zum Beispiel in Andermatt im Kanton Uri gab es neue Rekorde für die zweite Aprilhälfte. Die Temperaturen können, ohne Massnahmen, den Obsternten schaden.

Apfelblüten sind mit Schnee bedeckt.

Bildlegende: Die Apfelblüten wurden während des Wintereinbruchs mit Schnee bedeckt. Keystone

«Momentan ist es noch schwierig abzuschätzen welche Schäden die Kälte angerichtet hat. Aber die Blüten der Früchte, die jetzt schon an den Bäumen hängen, sind äusserst empfindlich. Deshalb sind die kalten Temperaturen denkbar schlecht für die kommende Obsternte», sagt Markus Hunkeler, Obstbauernberater des Kantons Luzern gegenüber Radio SRF.

Man habe den Bauern zum Beispiel geraten Kerzen aufzustellen, um die Pflanzen zu wärmen. Auch das Gras solle man sehr kurz schneiden, damit die Kälte am Boden weiter unten liege. Aussergewöhnlich sei die Kälte im April eigentlich nicht. Ungewöhnlich sei eher, dass die Natur durch die vergangenen warmen Tage viel weiter fortgeschritten sei als normal in dieser Jahreszeit.