Kampf dem Luzerner Verkehrschaos

Mit rund 100 Massnahmen will der Stadtrat Luzern vor dem Verkehrskollaps bewahren. Die so genannte Mobilitätsstrategie gab am Donnerstag im Parlament viel zu reden. Schliesslich einigte man sich auf einen Kompromiss - mit dem jedoch eigentlich nur die CVP glücklich ist.

Velofahrerin im Strassenverkehr

Bildlegende: Die Situation im Strassenverkehr für Velofahrerinnen und Velofahrer ist heikel. Keystone

Scharfe Kritik an der Strategie gab es vorab von der FDP und der SVP. Sie bemängelten, der Autoverkehr habe zu wenig Gewicht. Das Grossprojekt Bypass, die zweite Autobahn durch Luzern, werde beispielsweise im Papier nur halbherzig erwähnt. SVP und FDP lehnten die Strategie ab, obwohl sie mit einigen Änderungsvorschlägen durchgekommen waren.

Es ging dabei um kleine Verschiebungen in Richtung Autoverkehr, die auch von der CVP gestützt wurden. Diese war denn auch zufrieden. Die Strategie sei ausgewogen und stimme mit den Projekten von Kanton und Bund überein, lobte die CVP. Mit ihrer Begeisterung blieb sie aber allein.

Für die SP, die Grüne und die Grünliberalen ist die Strategie ein zu schwaches Bekenntnis zum öffentlichen und zum Veloverkehr. Trotzdem stimmten sie schliesslich zu. Denn im Gesamten stimme die Richtung. Zum Beispiel mit dem grundlegenden Ziel, die Innenstadt möglichst vom Verkehr zu entlasten.