«Kanton Luzern ohne Kulturförderer ist eine heikle Situation»

Das finden verschiedene Kulturschaffende. Seit der neue Kulturförderer noch in der Probezeit gekündigt hat, ist die Abteilung Kulturförderung im Kanton führungslos. Wichtige Kulturprojekte stehen an und die Kulturschaffenden sind verunsichert, da sie beim Kanton keine Ansprechsperson mehr haben.

Szene mit Kissenschlacht aus «Antigone» im Luzerner Theater

Bildlegende: Theaterproduktionen (hier «Antigone» im Luzerner Theater) werden von der Kulturförderung unterstützt. Tanja Dorendorf/ Luzerner Theater

Die Projekt für ein neues Luzerner Theater und die Umsetzung des Planungsberichtes über die Kulturförderung: Das sind zwei grosse Kulturprojekte, die dem Kanton Luzern bevorstehen. Der Kanton steht aber einmal mehr ohne Kulturförderer da. Martin Jann hat noch in der Probezeit gekündigt, bereits seine Vorgängerin verliess den Posten nach knapp zwei Jahren.

Kulturschaffende sind verunsichert

Kontinuität fehlt bei der Kulturförderung im Kanton Luzern und dies macht den Kulturschaffenden zu schaffen. «Es stehen so wichtige Projekte an, das ist eine heikle Situation», sagt Armin Meienberg von der IG Kultur. Auch die Theaterschaffende Annette Windlin ist beunruhigt. Gerade für die Planung der neuen Theaterinfrastruktur sei der Kanton ein enorm wichtiger Partner. Marco Sieber, Präsident von Kulturlandschaft Luzern ist überzeugt, dass die Arbeiten an den grossen Kultur-Projekten auch ohne Kulturförderer vorerst weitergehen. «Die Arbeitsgruppen können auch so weiterarbeiten, möglicherweise kommt es zu Verzögerungen».

Karin Pauleweit, Leiterin der Dienststelle Hochschulbildung und Kultur, versteht die Bedenken, entwarnt aber. Die Abteilung sei nicht verwahrlost und die Kulturdossiers blieben nicht liegen. Man wolle die Stelle schnell ausschreiben, aber sorgfältig nach einer neuen Person für die Kulturförderung suchen. Das könne Monate dauern.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr