Kanton nimmt neuen Anlauf für die Verkehrsplanung in Ausserschwyz

Die Umfahrung von Pfäffikon wird nicht realisiert. Dies hat das Schwyzer Baudepartement entschieden. Für eine neue Lösung wollen die Gemeinden Freienbach und Wollerau weiter mit dem Kanton Schwyz zusammenarbeiten. Das Ziel der Verkehrsentlastung der beiden Gemeinden wird dadurch verzögert.

Gemeinden Freienbach und Wollerau

Bildlegende: Für die Verkehrsprobleme in Freienbach (rechts) und Wollerau werden neue Lösungen gesucht. Keystone

Der Regierungsrat und die Gemeinde Freienbach seien übereingekommen, das Bauprojekt Umfahrung Pfäffikon nicht weiterzuverfolgen, teilte das Baudepartement mit. Damit bestehe für die weiteren Planungsarbeiten eine klare Ausgangslage.

Das Projekt Umfahrung Pfäffikon wurde 2010 sistiert. Im gleichen Jahr lehnten die Freienbacher Stimmberechtigten einen Projektierungskredit für einen Zubringer zur Autobahn in Wollerau ab.

Zubringer Halten konkretisieren

Für den Kanton habe nun die Entlastung von Pfäffikon Priorität, teilte das Baudepartement mit. Geprüft werden rasch umsetzbare Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses in Pfäffikon. Zudem startet Anfang 2014 eine Testplanung für Päffikon Ost. Ferner ist der Ausbau des Autobahnanschlusses Halten zum Vollanschluss und der Bau eines leistungsfähigen Zubringers aufgegleist.

«Zwei Linienführungen stehen da im Vordergrund», erklärt Baudirektor Othmar Reichmuth gegenüber SRF. Zu Diskussionen führen dürften da vor allem die Kosten. Während die Variante mit einer Brücke rund 20 Millionen Franken kosten soll, rechnet der Kanton bei der zweiten Variante mit einem Tunnel mit gegen 90 Millionen.

«  Es kann durchaus sein, dass das ursprüngliche Tunnelprojekt der Umfahrung wieder eine Chance erhält. »

Daniel Landolt
Gemeindepräsident von Freienbach

Anders bei der Umfahrung von Wollerau: Nach dem Nein von Freienbach vor drei Jahren zur Umfahrung der Nachbargemeinde, will man nochmals ganz von vorne beginnen. Der Kanton Schwyz und die Gemeinden Wollerau und Freienbach wollen in einem gemeinsamen Prozess sämtliche je lancierten Projekte wieder aus der Schublade holen und neu beurteilen.

«Die Vorzeichen haben sich geändert. Es kann durchaus sein, dass das ursprüngliche Tunnelprojekt der Umfahrung wieder eine Chance erhält», sind sich die Gemeindepräsidenten von Freienbach und Wollerau, Daniel Landolt und Ueli Metzger, im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz einig.