Kanton Schwyz rechnet mit einem Minus von 97 Millionen Franken

Das budgetierte Minus liegt in der Grössenordnung der Defizite der Vorjahre. Für 2014-2017 plant der Kanton Schwyz diverse Sparmassnahmen, wie die Kantonsregierung mitteilte.

Ein Sparschwein - der Kanton Schwyz will in den nächsten Jahren sparen.

Bildlegende: Mit rund 70 geplanten Massnahmen will der Kanton Schwyz in den nächsten Jahren sparen. Keystone

Der Kanton Schwyz rechnet im kommenden Jahr mit Ausgaben von 1,36 Milliarden Franken. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einer Zunahme von drei Prozent. Die vom Kanton gemachten Sparanstrengungen seien zunichte gemacht worden, heisst es in der Mitteilung des Finanzdepartements. Grund dafür seien diverse gesetzlich gebundene Ausgaben. Kosten von rund neun Millionen Franken verursachte der Nationale Finanzausgleich. 8,9 Millionen Franken musste an die Spitalversorgung bezahlt werden. Gleichzeitig schüttet die Schwyzer Kantonalbank rund zehn Millionen Franken weniger Gewinn an den Kanton aus.

Sparprogramm in Planung

Eine Besserung erhofft sich die Schwyzer Regierung vom Sparprogramm 2014-2017. Das ist momentan in Planung. Zudem soll eine Teilrevision des Steuergesetzes den Haushalt um 60 Millionen Franken entlasten.
Zudem verlangt Schwyz, wie auch andere Geberkantone, eine Anpassung des Nationalen Finanzausgleichs. Eine Steuererhöhung ist zumindest für das kommende Jahr nicht geplant: «Der Kanton Schwyz muss seine Attraktivität im Bereich der Steuern behalten», sagte Finanzdirektor Kaspar Michel gegenüber Schweizer Radio SRF.