Kanton Uri will Gesundheitsversorgung verbessern

Um dem drohenden Hausärztemangel vorzubeugen, will der Kanton Uri ein Gesundheitsnetzwerk aufbauen. Der Landrat unterstützt die Regierung einstimmig. Handlungsbedarf gibt es wegen des Rettungsdienstes im Urner Oberland. Das VBS will künftig keine Ambulanzfahrten mehr übernehmen.

Ein Arzt macht einem Patienten eine Spritze.

Bildlegende: Künftig könnten im Kanton Uri Gemeinschaftspraxen entstehen oder Praxen, die durch die öffentliche Hand finanziert sind. Keystone

«Ab 2016 wird das VBS, welches in Andermatt ein Notspital unterhält, keine Ambulanzfahrten für Private mehr ausführen», das sagte Gesundheitsdirektorin Barbara Bär am Mittwoch im Landrat. Auf Nachfrage des Regionaljournals erklärt sie, dass das VBS aus Spargründen das Angebot streiche. Die Armee hat bis dato Rettungsdienste aus dem Urner Oberland übernommen. «Wir sind mit den betroffenen Gemeinden zusammengekommen und suchen nach einer Lösung», sagte Regierungsrätin Barbara Bär.

Netzwerk soll gute Ausgangslage schaffen

Der Urner Landrat unterstützt die Regierung einstimmig für die Ausarbeitung des Konzeptes «Gesundheitsnetzwerk Uri». Bis 2014 soll abgeklärt werden, welche Massnahmen die medizinische Grundversorgung im Kanton Uri längerfristig sicherstellen und wie die Gemeinden und der Kanton die Rahmenbedingungen für Hausärzte verbessern können. Vorgeschlagen werden eine bessere Vernetzung der Praxen untereinander und mit dem Kantonsspital, die Einführung eines elektronischen Patiententdossiers sowie die Übernahme der Kosten für die Praxisinfrastruktur durch die öffentliche Hand.