Kanton Zug will die Unterstützung an Privatschulen halbieren

Im Wirtschaftskanton Zug boomen die Privatschulen. In Zukunft müssen sie aber mit weniger öffentlichen Geldern auskommen. Im Rahmen des millionenschweren Sparpakets soll die Unterstützung um mehr als die Hälfte reduziert werden. Dies erklärte Bildungsdirektor Stephan Schleiss an einer Tagung.

Das Institut Montana auf dem Zugerberg.

Bildlegende: Das Institut Montana auf dem Zugerberg gehört zu den grossen Privatschulen im Kanton Zug. Keystone

Im Kanton Zug sind die Privatschulen stark gefragt. Die Schülerzahlen sind in den vergangenen zehn Jahren um 175 Prozent gestiegen. Die Privatschulen erhalten für jeden Schüler aus dem Kanton Zug eine Unterstützungspauschale des Kantons.

Diese soll künftig um mehr als die Hälfte kleiner ausfallen: Statt jährlich 2616 Franken noch 1000 Franken für Kindergärtler und Primarschüler - und auf Sekundarstufe statt 4562 noch 2000 Franken pro Schüler und Jahr. Dies schlägt die Zuger Regierung im Rahmen des Sparpaketes vor, wie Bildungsdirektor Stephan Schleiss an einer Tagung in Zug erklärte.

Es sei logisch, dass auch die Privatschulen ihren Beitrag zum Sparpaket des Kantons leisten müssten, so die Begründung. In der Bildung sollen insgesamt rund 25 Millionen Franken eingespart werden.

Die Einsparung sei aber vertretbar und verkraftbar, so Stephan Schleiss gegenüber Radio SRF. Der Kanton zahle immer noch mehr als andere Kantone und bleibe für die Privatschulen attraktiv.

In Zug sind vor allem die internationalen Privatschulen ein wichtiger Standortfaktor. Vor allem die Angestellten der grossen internationalen Firmen wollen ihre Kinder in Privatschulen schicken.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr