Katari erhalten für Bürgenstock-Bahn Gelder vom Kanton

Die Nidwaldner Regierung hat den Betreibern der Bürgenstock-Bahn ein Darlehen aus dem Geld-Topf der Neuen Regionalpolitik NRP zugesprochen. Die Investoren aus Katar erhalten 2,2 Millionen Franken für den Bau der neuen Standseil-Bahn, die wieder von Kehrsiten auf den Bürgenstock fahren soll.

Die rote Bürgenstockbahn an der Talstation.

Bildlegende: Die Bahn auf den Bürgenstock soll schon bald wieder fahren. Keystone

Dass der Kanton Nidwalden den finanzstarken Investoren aus Katar öffentliche Gelder zur Verfügung stellt, begründet der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger mit der Bedeutung des Resorts für den Kanton: «Das Ferien-Resort ist volkswirtschaftlich und touristisch sehr wichtig. Und es ist ebenfalls wichtig, dass man neben der Strasse eine zweite Erschliessung via Bahn und Schiff hat.»

Ausserdem würden auch andere Bahnbetriebe NRP-Gelder erhalten. Das Darlehen wurde der Bürgenstock-Bahn AG bereits im Dezember 2015 gesprochen, es muss in drei Etappen bis ins Jahr 2035 zurück bezahlt werden.

Die Investoren rechnen mit Baukosten von rund 15 Millionen Franken. Die Konzession für die neue Bürgenstock-Bahn liege vor. Wann die Bauarbeiten beginnen, sei noch offen, erklären die Verantwortlichen des Bürgenstock-Resorts.

Wie die geplante Schiffsverbindung von Luzern nach Kehrsiten realisiert wird, ist noch offen. Das Resort wünscht aber eine solche direkte Anbindung. Ob es für diese Schiffsverbindung zusätzliche Gelder geben soll, ist laut Othmar Filliger noch nicht entschieden. Nidwalden, Luzern und der Bund seien mit den Resort-Verantwortlichen im Gespräch. Das neue Luxus-Hoteldorf wird 2017 eröffnet.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • 600 Millionen-Bau auf dem Bürgenstock

    Aus 10vor10 vom 24.2.2016

    Für mehr als eine halbe Milliarde Franken entsteht auf dem Bürgenstock über dem Vierwaldstättersee ein Luxus-Resort. Mit Geld aus einem Staatsfond aus Katar werden alte Hotels renoviert und neue gebaut. «10vor10» hat die Baustelle der Superlative besucht.