600 Jahre Niklaus von Flüe Katholiken und Reformierte gedenken Bruder Klaus

Die beiden grossen Landeskirchen spannten für einen grossen Gedenktag zusammen. Und sie verbanden dabei gleich zwei Jubiläen: Nicht nur «600 Jahre Bruder Klaus», sondern auch «500 Jahre Reformation». Die katholische und die evangelisch-reformierte Kirche wollen so ihre Gemeinsamkeiten betonen.

Gäste des ökumenischen Gedenktages in Zug.

Bildlegende: Gäste des ökumenischen Gedenktages in Zug. Keystone

Höhepunkt des Anlasses in Zug war der gemeinsame ökumenische Gottesdienst in der Kirche St. Michael, der unter dem Motto «Gemeinsam zur Mitte» stand. Bruder Klaus eignet sich als Verbindungsfigur zwischen den Konfessionen, da er für beide eine wichtige Rolle spielt. Schliesslich lebte er, noch bevor es mit der Reformation zum Bruch kam.

Der grosse Unterschied heute ist, dass die Katholiken Bruder Klaus als Heiligen verehren, während es dies bei den Reformierten nicht gibt. Bruder Klaus war aber auch für den Reformatoren Zwingli eine Leitfigur, auf die er sich bezog.