Kein eigener Planungsbericht der Stadt Luzern zur «Spange Nord»

Der Luzerner Stadtrat lehnt die Forderung einer Volksmotion ab, zum geplanten neuen Autobahnzubringer im Norden der Stadt einen eigenen Planungsbericht vorzulegen. Die Volksmotion kritisiert, die «Spange Nord» werde zu gross und zerstöre die Lebensqualität in den betroffenen Quartieren.

Autos fahren in die Stadt Luzern hinein.

Bildlegende: Viel Durchgangsverkehr in Luzern: Der geplante neue Autobahnanschluss «Spange Nord» verspricht Entlastung. Keystone

Die «Spange Nord» soll das Stadtzentrum von Luzern vom Verkehr entlasten. Es wird aber mit Mehrverkehr auf anderen Strassen gerechnet, besonders in den Quartieren, durch die der neue Autobahnanschluss führt.

Eine im September eingereichte Volksmotion kritisiert das Projekt grundsätzlich als zu gross, es werde die Lebensqualität in den betroffenen Quartieren verschlechtern. Sie verlangt, der Stadtrat müsse sich mit allen Mitteln für eine Optimierung des Projektes einsetzen und mit eigenen Abklärungen aufzeigen, welche Verbesserungen für das Grossprojekt möglich seien.

Verbesserungen ja, aber...

Negative Auswirkungen befürchtet auch die Stadtregierung. Sie hat deshalb in einer Stellungnahme an Kanton Luzern und Bund im Herbst 2014 Verbesserungen gefordert. Ein eigener Planungsbericht bringe aber nichts, schreibt der Stadtrat am Dienstag in seiner Stellungnahme zur Volksmotion.

Er werde sich weiterhin im Gespräch mit dem Kanton bei der Ausarbeitung des Projektes eingeben und sich auf diesem Weg für Verbesserungen im Interesse der Stadt einsetzen. Die Initianten sind über diese Antwort enttäuscht. Ihr Anliegen geht jetzt ins Stadtparlament.