Keine Beschwerde gegen Grossskigebiet am Oberalp

Die Umweltverbände verzichten auf eine Beschwerde gegen den vom ägyptischen Investor Samih Sawiris geplanten Skigebietsausbau zwischen Andermatt UR und Sedrun GR. Sie zweifeln zwar weiter an der Nachhaltigkeit des Projekts, halten dieses aber im Kern für rechtens.

Die Andermatt-Sedrun Sport AG in Andermatt.

Bildlegende: Die Andermatt-Sedrun Sport AG (ASS) möchte noch diesen Sommer mit den Bauarbeiten für die neuen Ski-Anlagen beginnen. Keystone

Die Umweltverbände Pro Natura, WWF, VCS, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL und Mountain Wilderness verzichten auf eine Beschwerde gegen die Plangenehmigungsverfügung, wie Vertreter der Organisationen am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärten.

Aus juristischer Optik sei das Vorhaben im Kern rechtens. Die Umweltverbände schlossen Anfang 2013 mit Samih Sawiris eine Vereinbarung ab. Das Projekt respektiere die damals festgelegten Eckwerte, sagte Katharina Conradin, Geschäftsleiterin von Mountain Wilderness.

Auch wenn die Beschwerdefrist ungenutzt abläuft, kann die ASS noch nicht unmittelbar mit dem Seilbahnbau beginnen. Sie muss für jede einzelne Anlage ein Detailprojekt zur Genehmigung einreichen.

Die Bauarbeiten für das neue Skigebiet sollen noch im Sommer beginnen. Wann genau, ist noch offen und hängt von möglichen Einsprachen und weiteren Auflagen ab.