Zuger Kantonsrat Keine Förderung für einheimisches Holz

Der Kanton Zug und seine Gemeinden sollen bei eigenen Bauprojekten immer auch an den Baustoff Holz denken. Holz soll in der Planungsphase von Beginn an einbezogen werden. Eine Verpflichtung, Holzgebäude zu erstellen, ist dies jedoch nicht.

Forstarbeiter in einem Wald beim Fällen eines Baumes

Bildlegende: Im Waldgesetz soll es keinen «Inländervorrang» für Holz geben. Keystone

Der Regierungsrat hatte eigentlich im Waldgesetz verankern wollen, dass, wenn immer möglich, heimisches Holz verbaut wird. Ein solcher «Inländervorrang» ging der Ratsmehrheit aber zu weit.

Das Parlament entschied sich nach langer Diskussion gegen einen entsprechenden Passus. Vom Antrag der Regierung blieb lediglich übrig, dass bei kantonalen und kommunalen Bauprojekten geprüft werden soll, ob ein Gebäude auch aus Holz gebaut werden könnte. Woher das Holz stammt, wird gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Ursprünglich hatte der Kantonsrat selber einen Vorstoss an den Regierungsrat überwiesen und von ihm die Förderung des heimischen Holzes verlangt. Die Motion stammte damals von einem FDP-Kantonsrat, der selber einen Holzbaubetrieb besitzt.