Keine fremden Jäger in Obwalden erwünscht

Der Zugang von auswärtigen Jägern zum Jagdpatent soll in Obwalden nicht gelockert werden. Eine entsprechende Änderung der Jagdverordnung, wie sie die Regierung wollte, lehnte der Kantonsrat am Donnerstag ab. Damit wolle man einen möglichen Jagdtourismus verhindern.

Jäger von hinten fotografiert, am Rucksack hängen Flinte und ein toter Fuchs.

Bildlegende: Das Obwaldner Parlament befürchtet einen Jagdtourismus im Kanton, wenn die Jagdverordnung gelockert wird. Keystone

Die Regierung wollte ausserkantonale und ausländische Ausweise von Jägern anerkennen, auch ohne Wohnsitz der Betroffenen in Obwalden von mehr als einem Jahr. Sie begründete die Öffnung damit, dass heute schweizweit ein einheitliches Ausbildungsmittel verwendet werde. Das Parlament sprach sich aber mit 34 gegen 8 Stimmen bei 6 Enthaltungen gegen die Änderung aus. Man wehre sich gegen einen möglichen Jagdtourismus, hiess es im Kantonsrat. Es gäbe in Obwalden heute schon gegen 300 einheimische Jäger.

Gebühren wurden erhöht

Zu reden gab auch der Gebührenrahmen bei der Hochjagd. Die Maximalgebühr wurde auf Vorschlag der Kommission weniger stark erhöht als von der Regierung verlangt. Der Rahmen liegt neu zwischen 250 und 550 Franken. Bisher lag er zwischen 350 und 500 Franken. Neu festgelegt wurde auf Geheiss des Bundes auch eine maximale Schussdistanz von 200 Meter für Kugel- und eine von 35 Meter für Schrotschüsse. Damit soll die Zahl der Fehlschüsse und angeschossenen Tiere reduziert werden.

Jagdkommission gestärkt

Die Jagdkommission wurde zudem auf Antrag der SVP etwas gestärkt. Die Behörden sollen diese insbesondere zu Änderungen im Wald-Wild-Konzept, das das Vorgehen bei Wildschäden trotz Regulierung der Wildbestände festlegt, anhören müssen. Der Rat folgte dem Antrag knapp.