Keine Hinweise auf sexuelle Übergriffe am Kollegium Schwyz

Der Schwyzer Regierungsrat hat die Abklärungen zu den Vorwürfen gegen die frühere Internatsführung am Kollegium Schwyz abgeschlossen. Weil keine Anhaltspunkte für allfällige Übergriffe gefunden wurden, verzichtet die Regierung auf weitere Untersuchungen.

Das Kollegium Schwyz von aussen.

Bildlegende: Es wurden keine Hinweise gefunden, dass es am Kollegium Schwyz Übergriffe gegeben haben soll. Keystone

Der Basler Schriftsteller Claude Cueni hatte in seinem autobiografischen Roman «Skript Avenue» Vorwürfe gegen die frühere Internatsführung am Kollegium Schwyz geäussert. Cueni war in den Jahren 1973/1974 selber als Schüler im Internat.

Der Basler Schriftsteller Claude Cueni

Bildlegende: Der Schriftsteller Claude Cueni äusserte in seinem Roman Vorwürfe gegen die frühere Internatsleitung des Kollegi Schwyz. David Burkhardt

Im Buch schreibt Claude Cueni von sexuellen Übergriffen durch Priester. Die Schwyzer Regierung nahm die Vorwürfe ernst und beauftragte vor einem Monat das Bildungsdepartement und die Kantonsschule, die Faktenlage zu klären. Die Untersuchungen zeigten nun, dass «kein Anlass für weitergehende Massnahmen bestehe», teilte die Staatskanzlei mit.

Claude Cueni habe in einem Schreiben an das Bildungsdepartement festgehalten, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, jemanden zu beschuldigen, heisst es im Schreiben der Staatskanzlei. Bei den Seiten, die sich mit dem Kollegi Schwyz befassen, handle es sich lediglich um eine kurze Episode eines 640 Seiten langen Romans.