Kita-Konflikt: Kantonsspital zu Gesprächen bereit

Die Auslagerung der Kindertagestätte des Luzerner Kantonsspital sorgt beim Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) für rote Köpfe. Zusammen mit dem Kantonsspital sollen jetzt Lösungen für die 17 Angestellten gefunden werden.

Seit Freitag kann man auf der Homepage des Verbandes für öffentliches Personal (VPOD) eine Onlinepetition unterschreiben. Die Petition fordert das Luzerner Kantonsspital auf, die Auslagerung ihrer Kita an die Small Foot GmbH zu stoppen und die Aufrechterhaltung der hohen Qualitätsansprüche an Mitarbeitende und an die Betreuung. Zudem sollen gemeinsame Gespräche geführt werden.

Ungewissheit soll vom Tisch

Die letzte Forderung wird nun vom Kantonsspital eingelöst. Am Freitag soll laut Personalleiterin Barbara Flubacher ein gemeinsames Treffen mit dem VPOD und den 17 betroffenen Mitarbeitern stattfinden.

Die Angestellten der Kita sind im Ungewissen über ihre Zukunft. «Das Ziel ist, allen Mitarbeitern die weiterhin dabei sein wollen, eine Stelle zu sichern», sagt Barbara Flubacher, Leiterin Personal des Kantonsspitals. Unter welchen Konditionen ist jedoch unklar. Die Kita des Kantonsspitals ist 43 Jahre alt und hat einen guten Ruf.

Der VPOD kritisiert vor allem die Kommunikationsstrategie des grössten Arbeitgebers des Kantons. Pläne zum Ausbau der Kita erforderten den Bau eines Nebengebäudes. Doch auf dieser Baustelle lief plötzlich nichts mehr. Erst als das Personal nach dem Stand der Dinge fragte, erfuhren sie von der Auslagerung der hauseigenen Kita .

«Das Vorgehen der Leitung ist nicht akzeptabel», sagt VPOD Leiter Martin Wyss und befürchtet Sparmassnahmen auf Kosten der Qualität und der Mitarbeiter.

Zwar setzen sich die beiden Parteien nun an einen Tisch, aber: «Der Entscheid, die Kita auszulagern, ist definitiv», sagt Barbara Flubacher. Änderungen an der Organisation der Kita seien unumgänglich gewesen.