Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Kitesurfen auf dem Sempachersee mit Einschränkungen erlaubt

Im Kanton Luzern wird ab Mitte Februar der südliche Teil des Sempachersees für Kitesurfer freigegeben. Die Luzerner Regierung hat sich in der Vernehmlassung umstimmen lassen und das Verbot mit Einschränkungen aufgehoben. Naturschutzorganisationen kritisieren den Entscheid.

Kiresurfer neben Surfer auf dem Sempachersee.
Legende: Kitesurfen soll auf dem Sempachersee anderen Wassersportarten gleichgestellt werden. Keystone

Der Regierungsrat beschloss die entsprechenden Neuerungen im Rahmen einer Änderung der Schifffahrtsverordnung, wie die Luzerner Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Konkret erlaubt ist das Kitesurfen im Kanton Luzern damit wie bisher auf dem Vierwaldstättersee ausserhalb der Seebuchten von Luzern und Horw. Neu hinzu kommt der südliche Teil des Sempachersees sowie der Luzerner Teil des Zugersees mit Ausnahme der inneren Uferzone. Weiter verboten bleibt das Kitsurfen auf dem Hallwilersee.

Gemeinden befürworten die Lockerung

In der Vernehmlassung sprach sich die Regierung noch für die Beibehaltung des 2011 eingeführten Kitesurf-Verbots auf dem Sempachersee aus. Die Anstössergemeinden hätten aber die Zulassung befürwortet, deshalb habe sich der Regierungsrat nun für einen Mittelweg zwischen Totalverbot und unregulierter Freigabe entschieden. Die neuen Regeln auf dem Sempachersee gelten vorerst für zwei Jahre.

Auswirkungen auf Wasservögel

Die Naturschutzorganisationen Pro Natura, Birdlife und WWF kritisieren in einer gemeinsamen Stellungnahme den Entscheid. Die Aufhebung des Verbots schwäche die Bedeutung des Sempachersees als Schutzgebiet. Sie befürchten negative Auswirkungen insbesondere auf die Wasservögel.

Die Naturschutzorganisationen verlangen, dass Ein- und Ausstiegsorte für Wassersportler definiert würden. Damit sollen Störungen und Schäden in der Uferzone eingedämmt werden.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Letztendlich ist den Kitern ihr Hobby zu gönnen. Es darf aber nicht übersehen werden, dass der enorme Platz, den diese Kites brauchen, ein Problem sind, besonders dann, wenn sich viele Seenutzer auf engem Raum begegnen. Die unter hoher Spannung stehenden Leinen können bei Crashs eine verheerende Wirkung haben. Daher müssten die Kitezonen auf jedem See genau bestimmt werden....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen