Klewenalp und Titlis: Kunstschnee ja, aber wie viel?

In der Zentralschweiz steht, nach zwei schlechten Wintern für die Skigebiete, eine weitere Wintersaison vor der Tür. Einen dritten Winter ohne weisse Pisten können sich viele nicht leisten; doch nicht alle können flächendeckend Kunstschnee einsetzen.

Ausblick von der Klewenalp

Bildlegende: Das Skigebiet der Klewenalp hat sich gegen eine flächendeckende Beschneiung von Kunstschnee entschieden. SRF

In der Schweiz bereiten sich die Skigebiete auf die Wintersaison vor. Auf den Schweizer Wintertourismus kommen seit den letzten zwei milderen Wintern grössere Herrausforderungen zu: der Rückgang der Aufenthaltsdauer, immer kurzfristigere Reiseentscheide und die Abnahme der Anzahl Wintersporttreibenden. Dazu kommt der starke Franken und die Abnahme der Bedeutung des alpinen Skisports.

Gletschter unter Kunstschnee ab 2017/18

In den Zentralschweizer Wintergebieten reagiert man unterschiedlich auf die Entwicklungen. Auf der Klewenalp (1600 m.ü.M.) kann und will man die Pisten nicht flächendeckend beschneien:

«  Das Wasser dazu müssten wir den Berg hinauf pumpen, darum haben wir andere Prioritäten gesetzt. »

Sepp Odermatt
Geschäftsführer Bergbahnen Beckenried-Emmetten

Auf dem Titlis (3238 m.ü.M) ist es jedoch genug kalt, damit alle Pisten künstlich beschneit werden können.

«  Wir haben die Beschneiung massiv ausgebaut und können nun früher und besser einschneien. »

Peter Reinle
Lieter Marketing Titlis-Bahnen

10 Millionen Franken haben die Titlis Bahnen in den letzten zwei Jahren in die Beschneiung investiert.

Ab dem Winter 17/18 wird aufgrund des Klimawandels auch der Titlis-Gletschter mit Schnee eingedeckt. Das soll weiteres Abschmelzen verhindern.