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Klimaerwärmung Bis 2090 schmelzen die Zentralschweizer Gletscher weg

In den nächsten 80 Jahren verschwinden die letzten Eismassen. In der Zentralschweiz entstehen so neue Bergseen.

Eis und Wasser in den Bergen
Legende: Die Studie geht von einer moderaten Klimaerwärmung aus: + 2 Grad bis Mitte, und + 4 Grad bis Ende des Jahrhunderts. zvg Kanton Uri

Kinder, die heute auf die Welt kommen, erleben eisfreie Zentralschweizer Alpen. Eine Studie der Universität Freiburg kommt zum Schluss: 90 Prozent der Zentralschwezer Gletscher sind in 80 Jahren verschwunden.

Im Gebiet der Reuss sind noch rund 60 Quadratkilometer vergletschert. Das entspricht rund der Hälfte der Fläche des Vierwaldstättersees. Der grösste Gletscher in diesem Gebiet ist der Hüfifirn im Kanton Uri. Bis ins Jahr 2030 wird seine Eisfläche von 13 Quadratkilometer auf ca. 9 Quadratkilometer schrumpfen.

Gletscherwasser verändert Landschaft

In Uri werden beim Blüemlisalpfirn (Isenthal) und beim Brunnifirn (Maderandertal) neue Seen entstehen. Gletscher sind zentrale Wasserspeicher: Die Gletscherschmelze ist in den Sommermonaten wichtig für den Wasserabfluss.

Gross werde die Auswirkungen auf lokale Bäche, Flüsse und auch auf das Grundwasser sein. Von den Gletschern wird bis ins Jahr 2100 im August und September 60 Prozent weniger Wasser abfliessen. Das kann bei Trockenperioden zu Wasserversogungs-Engpässen führen.

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