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Kommunale Abstimmungen Resultate aus den Zentralschweizer Gemeinden

Abschlägige Entscheide der Stimmbevölkerung:

  • Vitznau: Die Ortsplanrevision wird abgelehnt. Mit dieser wollte die Gemeinde als erste im Kanton Luzern das neue Raumplanungsgesetz umsetzen und Baulandreserven am Dorfrand zurückzonen.
  • Engelberg: Das Bahnhofsareal darf nicht aufgewertet werden. Die Stimmberechtigten haben die Umzonung des Areals verworfen.
  • Ruswil: Die Gemeinde erhält keine neue Verwaltung.
  • Hochdorf: Der Gemeinderat bremst mit seinem Gegenvorschlag die Gemeindeinitiative «Boden behalten – Hochdorf gestalten» aus.

Die weiteren Entscheide

+++ KANTON LUZERN +++
Buchrain
«Ja» zum Budget 2018 (796 Ja zu 229 Nein) sowie zur Abrechnung zum Sonderkredit für die Ortsdurchfahrt (716 Ja zu 304 Nein). Die Stimmbeteiligung lag bei gut 26 Prozent.
Ebikon
Die Stimmbevölkerung hat das Budget 2018 gutgeheissen (73,9 Prozent Ja-Anteil); trotz des vorgesehenen Defizits von 2,7 Millionen Franken. Der Voranschlag sieht einen Aufwand von 85 Millionen Franken vor. Gar mit 79,5 Prozent sagten die Ebikonerinnen und Ebikoner Ja zur neuen Gemeindeordnung.
Egolzwil
Der Gemeinderat ist wieder komplett: Für den Rest der Amtsperiode 2016 bis 2020 haben die Stimmberechtigten Roland Wermelinger gewählt. Der pensionierten Elektroingenieur erreichte mit 111 Stimmen im ersten Wahlgang das absolute Mehr von 66 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 12,61 Prozent. Wermelinger tritt die Nachfolge an von Patricia Huber-Hodel (FDP), die per Ende August demissioniert hatte.
Grosswangen
Der Kindergarten kann in der Schulanlage Kalofen integriert werden. Der Sonderkredit von 1,52 Millionen Franken ist mit einem Ja-Stimmenanteil von 80 Prozent (481 Ja zu 118 Nein) genehmigt worden. Stimmbeteiligung: 30 Prozent. Grund für den Neubau des Kindergartens in der Schulanlage Kalofen ist die Einführung des Zweijahreskindergartens und des Förder- und Gruppenunterrichts.
Hochdorf
Der Gemeinderat hat mit seinem Gegenvorschlag die Gemeindeinitiative «Boden behalten - Hochdorf gestalten» ausgebremst. Das Stimmvolk sagte in der Stichfrage Ja zur abgeschwächten Variante - 51,8 Prozent (860 zu 800 Stimmen). Diese sieht vor, dass «Grundstücke in der Zone für öffentlichen Zwecke und in der Zone für Sport- und Freizeitanlagen, die im Eigentum der Gemeinde sind», nur im Baurecht überlassen werden. Da sowohl Initiative wie Gegenvorschlag angenommen wurden, kam eine Stichfrage zur Anwendung.
Horw
Die Stimmberechtigten ebnen den Weg für die Neugestaltung des Areals Wegmatt (2909 Ja zu 516 Nein). Stimmbeteiligung: 35,8 Prozent. Mit dem Ja können zwei Grundstücke umgezont und drei neue Gebäude erstellt werden. Ausserdem kann nun eine neue Unterführung für Fussgänger und Fahrradfahrer unter den Geleisen der Zentralbahn geschaffen werden.
Luzern
Die Stadtregierung kann künftig Grundstücke von bis zu 30 Millionen Franken (vorher 2 Millionen) in Eigenkompetenz erwerben. Die Stimmbürger haben durch die Annahme der revidierten Gemeindeordnung auch diese Bestimmung gutgeheissen. Die geänderte Gemeindeordnung wurde mit einem Ja-Stimmenanteil von 78 Prozent (9549 Ja zu 2664 Nein) angenommen. Die Stimmbeteiligung betrug 24 Prozent. Der Kredit über 53,7 Millionen Franken für den Neubau des Schulhauses Staffeln in Reussbühl passierte mit einem Ja-Stimmenanteil 86 Prozent.
Meggen
Die Teilrevision der Gemeindeordnung ist klar gutgeheissen worden (1282 Ja zu 907 Nein). Damit wird unter anderem die Amtszeitbeschränkung für nebenamtliche Gemeinderäte aufgehoben. Ausserdem wurde die notwendige Stimmenzahl für Gemeindeinitiativen von 400 auf 500 erhöht. Und die Transport-Wasserleitung Lauerz-Meggen kann erneuert werden.
Römerswil
Zustimmung zum Budget 2018 mit einem Mehraufwand von knapp 50'000 Franken, zur Investitionsrechnung, zur Festsetzung des Steuerfusses 2017 auf 2,15 Einheiten (analog Vorjahr) und zur Ermächtigung des Gemeinderats zur Aufnahme von Fremdkapital, um den Mittelbedarf von knapp 84'000 Franken zu decken (257 Ja zu 61 Nein).
Rothenburg
Die Bevölkerung sagt klar Ja zum neuen Bebauungsplan beim Bahnhof «Station» - mit 71 Prozent Ja-Stimmen. Damit können die Pläne des Gemeinderats weiterverfolgt werden. Auf dem 38'000 Quadratmeter grossen Areal sollen unter anderem Büros sowie ein Hotel oder ein Restaurant gebaut werden. Bis zu 2500 Arbeitsplätze sollen möglich sein.
Ruswil
Die Gemeinde erhält keine neue Verwaltung. Mit einem Nein-Stimmenanteil von 58 Prozent (1802 Ja zu 1313 Nein) wurde ein Kredit von 15,3 Millionen Franken abgelehnt. Mit dem Neubau sollte Ruswil eine zentrale und moderne Gemeindeverwaltung erhalten und gleichzeitig eine Aufwertung des Dorfzentrums erfahren. Teil des Projekts war die Sanierung des Chrämerhus, eines der ältesten Holzhäuser des Kantons.
Vitznau
Die Stimmberechtigten haben die Ortsplanrevision abgelehnt (278 Nein zu 192 Ja). Mit der Revision der Ortsplanung wollte die Gemeinde als erste im Kanton Luzern das neue Raumplanungsgesetz umsetzen und Baulandreserven am Dorfrand zurückzonen und aus der Bauzone entlassen.
Wolhusen
Sämtliche Vorlagen sind angenommen worden, darunter der Sonderkredit über 2,2 Millionen Franken für die Sofortmassnahmen Badflue sowie die Veräusserung mehrerer Grundstücke im Gebiet Gütsch.

+++ KANTON NIDWALDEN +++
Beckenried
Die Stimmbevölkerung genehmigt den Kredit von 28,5 Millionen Franken für die Umsetzung des Hochwasserschutz-Projekts Lielibach (990 Ja zu 271 Nein). Die Stimmbeteiligung lag bei 49 Prozent. 2016 hatten die Stimmberechtigten 8,5 Millionen Franken für vorgezogene Massnahmen bewilligt. Die Realisierung des insgesamt 37 Millionen Franken teuren Projekts soll bis 2029 abgeschlossen sein.
Emmetten
Die Gemeinde darf der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG ein Darlehen von 0,5 Millionen Franken gewähren. Die Stimmberechtigten haben der Vorlage mit 79 Prozent Ja zugestimmt. Emmetten ist eine der Grossaktionärinnen, die den Bergbahnen total ein Darlehen von 2 Millionen Franken gewähren wollen. Die Bahnen müssen unter anderem die Fundamente der Masten der Pendelbahn auf die Klewenalp verstärken.

+++ KANTON OBWALDEN +++
Alpnach
Dreimal Ja zu Finanzgeschäften: Das Budget 2018 wird mit 1181 Ja zu 256 Nein gutgeheissen. Es rechnet mit 235'000 Franken Defizit. Der Ersatzneubau für den Kindergarten kann geplant werden - 1072 Ja zu 392 Nein zum Planungskredit von 250'000 Franken. Und schliesslich ein klares Ja zu einer neuen, seeseitigen Rampe bei der Bahnhof-Unterführung für 635'000 Franken (1014 Ja zu 436 Nein).
Engelberg
Das Bahnhofsareal darf nicht aufgewertet werden. Die Stimmberechtigten haben die Umzonung des Areals in eine Sondernutzungszone mit einem Nein-Stimmenanteil von 59 Prozent (782 Ja zu 535 Nein) verworfen. Die Zentralbahn und die Post wollten das Bahnhofsareal aufwerten - zum Beispiel mit Wohnbauten, Hotels, Gast- und Unterhaltungsstätten oder anderen Geschäfts- sowie Büro- und Dienstleistungsflächen.
Sachseln
Die Gemeinde kann den Hochwasserschutz am Edisriederbach erneuern. Die Stimmberechtigten haben einen Baukredit von 2,2 Millionen Franken mit einem Ja-Stimmenanteil von 79 Prozent (880 Ja zu 233 Nein) genehmigt. Der Geschiebesammler des Edisriederbachs war nach den Unwettern von 1984 nur provisorisch erneuert worden. Die Verbauungen hatten unter den Hochwassern der letzten Jahre stark gelitten.
Sarnen
Der 43-jährige Cleo Bracale-Werthmüller zieht für die CVP neu in den Gemeinderat ein; für den Rest der Amtsdauer bis 2020. Er erhielt 1684 Stimmen, das absolute Mehr lag bei 1266. Mitstreiter Remo Fanger (SVP) erhielt 845 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 37 Prozent. Das Gemeindebudget 2018 kam mit über 94 Prozent Ja-Stimmen durch.

+++ KANTON URI +++
Altdorf
Die Gemeinde darf eine Tiefgarage unter dem Gemeindehausplatz bauen. Die Stimmberechtigten haben den dafür nötigen Kredit von knapp 3,7 Millionen Franken klar gutgeheissen (1070 Ja zu 336 Nein).
Göschenen
Peter Tresch von der FDP zieht neu in den Gemeindrat ein. Er hat 64 Stimmen erhalten und ersetzt Sozialvorsteher Peter Maurer, der zurücktritt. Die restlichen Mitglieder des Gemeinderats wurden wiedergewählt: Gemeindepräsident Felix Cavaletti (71 Stimmen), Anton Gamma (67 Stimmen, neu Sozialvorsteher), Gemeindeverwalter Raimund Walker (64 Stimmen) sowie Erika Steiner (60 Stimmen).
Silenen
Das Gemeindehaus kann saniert werden. Der Kredit von knapp 2,5 Millionen Franken wurde mit 256 Ja-Stimmen zu 108 Nein-Stimmen angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 24 Prozent.


+++ KANTON ZUG +++
Risch-Rotkreuz
Zweimal Ja zu Finanz-Vorlagen (mit jeweils 80 Prozent Zustimmung): Einerseits Ja zu 19 Millionen Franken für den Um- und Neubau des Schulhauses Waldegg, andererseits zu knapp 10 Millionen für die Personenüberführung Ost beim Bahnhof Rotkreuz.
Steinhausen
Das Schulhaus «Sunnegrund 1» wird zum Musikschul-Zentrum umgenutzt. Die Stimmberechtigten haben den Baukredit von knapp 5,3 Millionen Franken mit rund 71 Prozent angenommen.
Zug
In der Stadt gilt ein neues Reglement für Hochhäuser. Die Stimmberechtigten haben mit 56 Prozent Ja gesagt dazu. Stimmbeteiligung: 44 Prozent. Das neue Reglement soll Rechtssicherheit schaffen. Es legt fest, wo wie hoch gebaut werden darf. Beispielsweise sind rund um den Bahnhof und entlang der Hauptstrasse Richtung Baar künftig 80 Meter hohe Häuser möglich.
+++ KANTON SCHWYZ +++
Einsiedeln
Das Schulhaus «Gross» kann für 3,2 Millionen Franken erweitert werden. Die Bevölkerung stimmte dem Kredit klar zu (2485 Ja zu 820 Nein). Stimmbeteiligung: 31 Prozent.

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