Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Konkurs Möbelfabrik Schuler: «Harter Schlag für Rothenthurm»

Die Möbelfabrik Karl Schuler AG in Rothenthurm muss die Türen schliessen. Über das 100-jährige Familienunternehmen wurde der Konkurs eröffnet. 48 Angestellte verlieren ihre Stellen. Nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses erhielt die Firma zu wenige neue Aufträge.

Legende: Audio Möbelfabrik Schuler schliesst (8.8.2015) abspielen.
2:11 min

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden am Freitag informiert, erklärt Geschäftsführer Karl Schuler gegenüber Radio SRF. Sie hätten aber schon Anfangs Juli von der schwierigen Lage erfahren.

Innert der angesetzten Konsulationsfrist hätten die Angestellten zwar Vorschläge für die Zukunft der Firma eingebracht, es sei aber keiner dabei gewesen, der die Fabrik hätte retten können. «Die Schliessung ist jetzt zwar schockierend für unsere Angestellten, sie kommt aber nicht ganz aus heiterem Himmel.»

Man habe alles versucht, um den Konkurs abzuwenden. Seit der Freigabe des Franken-Kurses sei der Betrieb, der ausschliesslich im Inland produzierte, nicht mehr konkurrenzfähig gewesen. Die finanzielle Lage lasse keinen Sozialplan zu.

Für Rothenthurm ist dies ein harter Schlag, die Fabrik ist die grösste Arbeitgeberin im Dorf. Gemeindevizepräsident Pirmin Abegg bestätigt einen Bericht des «Boten der Urschweiz».

Rothenthurm verliere fast jede zehnte Stelle, erklärt er gegenüber Radio SRF: «Viele Angestellte sind langjährige, qualifizierte Mitarbeiter, vielleicht bringen wir sie in anderen Betrieben in Rothenthurm unter.»

Was mit dem Firmengelände geschieht, ist noch offen. Pirmin Abegg hofft, dass ein anderes Unternehmen einzieht. «Da könnte sich eine neue Chance ergeben.»

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Willi Weber, 6300 Zug
    Heute muss alles billig sein, Geiz ist geil, man sieht sie taeglich die Moebel Discount Inserate in den Zeitungen und im Internet, und alles ist importiert und billig produziert genau gleich ist es unseren Textil, Schuh, Porzelan, Teppich, Papier etc und vielen mehr ergangen. Mit jedem alten Schweizer wo stirbt verlieren die guten Fabriken ein Kunde.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Krienbühl, Unterägeri
    Ich habe vor einem Jahr dem Management ein neues ENVORONMENTAL Produkt für die Herstellung von Möbel vorstellen wollen. Es wäre eine echte Innovation geworden. Für eine Diversifikation braucht es ein Wenig Mut und Selbstvertrauen und es ist halt mit viel Aufwand verbunden. Mich erstaunt dieser Konkurs nicht, da ich diese konservatives Unternehmen schon seit Jahren beobachte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nico Basler, Basel
    Das ist ja toll, mit der Frankenstärke kann man die eigne Unfähigkeit zudecken. Was hat das Management während der drei Jahre der künstlichen Stützung durch die SNB gemacht - gepennt! Ausbaden dürfen es nun die Mitarbeiterinnen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von R.E., Muothatahl
      wie wahr, wie wahr..... aber schuld waren immer schon die Andern.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen