Konkurs Möbelfabrik Schuler: «Harter Schlag für Rothenthurm»

Die Möbelfabrik Karl Schuler AG in Rothenthurm muss die Türen schliessen. Über das 100-jährige Familienunternehmen wurde der Konkurs eröffnet. 48 Angestellte verlieren ihre Stellen. Nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses erhielt die Firma zu wenige neue Aufträge.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden am Freitag informiert, erklärt Geschäftsführer Karl Schuler gegenüber Radio SRF. Sie hätten aber schon Anfangs Juli von der schwierigen Lage erfahren.

Innert der angesetzten Konsulationsfrist hätten die Angestellten zwar Vorschläge für die Zukunft der Firma eingebracht, es sei aber keiner dabei gewesen, der die Fabrik hätte retten können. «Die Schliessung ist jetzt zwar schockierend für unsere Angestellten, sie kommt aber nicht ganz aus heiterem Himmel.»

Man habe alles versucht, um den Konkurs abzuwenden. Seit der Freigabe des Franken-Kurses sei der Betrieb, der ausschliesslich im Inland produzierte, nicht mehr konkurrenzfähig gewesen. Die finanzielle Lage lasse keinen Sozialplan zu.

Für Rothenthurm ist dies ein harter Schlag, die Fabrik ist die grösste Arbeitgeberin im Dorf. Gemeindevizepräsident Pirmin Abegg bestätigt einen Bericht des «Boten der Urschweiz».

Rothenthurm verliere fast jede zehnte Stelle, erklärt er gegenüber Radio SRF: «Viele Angestellte sind langjährige, qualifizierte Mitarbeiter, vielleicht bringen wir sie in anderen Betrieben in Rothenthurm unter.»

Was mit dem Firmengelände geschieht, ist noch offen. Pirmin Abegg hofft, dass ein anderes Unternehmen einzieht. «Da könnte sich eine neue Chance ergeben.»