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600 Jahre Bruder Klaus Konservative Kreise feiern Bruder Klaus in Flüeli-Ranft

Festredner waren unter anderen alt Bundesrat Christoph Blocher und Bischof Vitus Huonder.

Christoph Blocher hielt am Anlass eine Festrede.
Legende: Christoph Blocher hielt am Anlass eine Festrede. Keystone

Nach dem offiziellen Staatsakt zum 600. Geburtstag von Bruder Klaus im Frühling haben am Samstag konservative Kreise in Flüeli-Ranft eine weitere Gedenkfeier für den Eremiten durchgeführt. Laut den Organisatoren nahmen rund 2500 Leute daran teil.

SVP-Bundesrat Guy Parmelin beschrieb in seiner Grussbotschaft Niklaus von Flüe als bescheidenen Mann mit hoher Spiritualität und als einen Mann Gottes, der seinen Mitmenschen nahestand. Der Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller ordnete anschliessend das Wirken von Bruder Klaus historisch ein.

Bruder Klaus als «Manager-Coach»

Der Churer Bischof Vitus Huonder ehrte in seiner Festrede Niklaus von Flüe als Gläubigen und Heiligen. Das Leben von Bruder Klaus sei ein Werk Gottes, sein Leben sei ein Zeichen Gottes in einer schwierigen Zeit. «Wäre er nicht gewesen, gäbe es unser Land kaum», sagte er.

Alt Bundesrat Christoph Blocher würdigte Bruder Klaus und dessen Bedeutung als Wegbereiter und wichtige Figur für die Eidgenossenschaft. Er bezeichnete Niklaus von Flüe als «grossartigen Führungslehrer», auch als «Manager-Coach».

Im Zentrum seiner Rede stand unter anderem das Zitat «Machet den Zun nicht zuo wit!», das Bruder Klaus zugeschrieben wird. Ein Blick in die Schweizer Geschichte zeige, dass es immer dann, wenn sich die führenden Kreise am Ratschlag von Bruder Klaus orientierten, richtig kam.

«Keine Konkurrenz-Veranstaltung zum Staatsakt»

Bereits am 30. April hatte auf dem Landenberg oberhalb Sarnen ein offizieller Staatsakt stattgefunden. Anwesend waren neben Bundespräsidentin Doris Leuthard Vertreter von Parlament und Kantonsregierungen. Organisiert wurde der Anlass vom Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe».

Nachdem der Bundesrat Mitte des letzten Jahres bekannt gegeben hatte, dass er auf eine nationale Gedenkveranstaltung verzichte, planten konservative Kräfte eine weitere Gedenkfeier. An der Spitze des Vereins «Die Schweiz mit Bruder Klaus» steht die Obwaldner Kantonsrätin und SVP-Kantonalpräsidentin Monika Rüegger.

«Die heutige Gedenkfeier ist nicht als Konkurrenz-Veranstaltung zum Staatsakt gedacht, sondern ist einfach eine Ergänzung zu allen anderen Veranstaltungen im Gedenkjahr», sagte Monika Rüegger gegenüber Radio SRF.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Paul (Karl Paul)
    Das gefällt den Konservativen: Eine Frau am Herd, welche sich für die Familie aufopfert und ein Mann, dem seine eigene Freiheit dass Wichtigste ist.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Herr Paul, wissen Sie den Unterschied, wie und warum Niklaus von Flüe vor 600 (!) Jahren sich in die "Stille" zurückzog und Ihrem verallgemeinendem Rundumschlag gegen eher konservativ denkende Mitmenschen? Wohl kaum! Dafür verunglimpfen Sie unsere Jahrhundert alte Tradition und Lebensweise, die Sie hier einfach als "schlecht" und "falsch" kritisieren! Ich war vor 70 Jahren froh, dass meine Mutter daheim war und sich der Vater finanziell für die Familie sorgte! Jeden Morgen um 6 Uhr aufgestanden!
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  • Kommentar von Silvio Silla (Silla)
    Wenn heute ein Bauer seine 14 Köpfige Familie im Stich lassen würde um in eine Kappele für immer leben zu wollen, würde er für verückt erklärt. Klaus von der Flüe wurde heilig gesprochen. Zu faul um Verantwortung zu übernehmen und alles seiner Frau uberlassen. Da ist mir die Badenfahrt wirklich lieber. Wenn das ihre wahren Werte sind Frau Zelger tut sie mir leid. Und Herr Bolliger, die Bruder Klaus Feier bedarf keiner wichtigen Bericherstattung.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Ihre Ansicht zeigt ein bekanntes und leider viel gelebtes Denken: Von all den Vorteilen der Schweiz profitieren, die Gründe, warum unser Land zu einem der erfolgreichsten auf der Welt gehört, aber ständig als "lächerlich" und völlig unwichtig auf den "Müllhaufen" werfen! Warum damals Bruder Klaus seine Familie verliess und sich einer "Berufung der Stille" und Andacht widmete, können Sie, Herr Silla oder ich, nicht ergründen. Darum sehe ich Ihren hasserfüllten Kommentar als purer Egoismus!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Die SRF-Tagesschau gab dieser Bruder-Klaus-Gedenkfeier mit einer fehlenden Berichterstattung (Reden, Inhalt und Grund der Wichtigkeit von Bruder Klaus) noch den endgültigen "Todes-Stoss" (Unbedeutendes Ereignis!). Dafür wurde uns in der Hauptausgabe einen 5 minütiger Beitrag über das Volksfest *Badenfahrt" präsentiert! Das ist eben für die Spass- und Konsumgesellschaft viel wichtiger!
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