Korporation Uri sagt Ja zu Energie-Nutzungskonzept

Im Kanton Uri entscheidet neu ein Konzept, wo künftig erneuerbare Energien genutzt werden können und wo die Natur Vorrang hat. Die Korporationsgemeinde hat am Sonntag das Nutzungskonzept «SNEE» gutgeheissen.

Lauf des Schächenbachs

Bildlegende: Das Nutzungskonzept regelt, an welchen Gewässern Kleinkraftwerke gebaut werden können und wo nicht. Keystone

Im neuen Nutzungskonzept für erneuerbare Energien stehen teils geplante Kleinkraftwerke an Gewässern in Schutzzonen. An der Korporationsgemeinde Uri sei es am Sonntag deshalb vor der Abstimmung zu intensiven Diskussionen gekommen, erklärt der Korporationsschreiber Pius Zängerle gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Ein erster Entwurf des Nutzungskonzepts war von der Korporation noch abgelehnt worden. «Die nachverhandelte Version bringt einige Vorteile, beispielsweise bei der Kündbarkeit», bilanziert Pius Zängerle. Auch werde nach zehn Jahren genau geprüft, ob die getroffene Aufteilung wirklich Sinn mache. Er freut sich, dass die Basis der Korporation dieses neuartige Konzept gutgeheissen hat. So könne man ein wichtiges Zeichen setzen, wenn es darum gehe, den Ausstieg aus der Atomenergie zu realisieren.

An der Korporationsgemeinde wurde ebenfalls das Präsidium neu besetzt. Neuer Präsident der Korporation Uri ist Rolf Infanger von Silenen.