Korporationsrat Alpnach verweigert Zustimmung zu Asylunterkunft

Aus der Truppenunterkunft Kleine Schliere soll keine Bundesasylunterkunft werden. Der Korporationsrat lehnt eine Zweckänderung, gestützt auf einen Baurechtsvertrag, ab.

Militärunterkünft Kleine Schliere in Alpnach

Bildlegende: Die Militärunterkünfte Kleine Schliere sollen nicht zu Asylunterkünften umfunktioniert werden. zvg

Aus den Medien und vom Einwohnerrat Alpnach habe der Korporationsrat von den Plänen des Bundes erfahren. Der Bund hat vor, die Truppenunterkunft Kleine Schliere für maximal drei Jahre als Asylunterkunft des Bundes zu nutzen.

Der Korporationsrat Alpnach war erstaunt, dass er als Grundeigentümerin und als Vertreter der Baurechtsgeberin nicht vorgängig informiert wurde und intervenierte beim VBS. Daraufhin fanden eingehende Gespräche mit dem Leiter der Taskforce Asylunterkünfte statt.

Gestützt auf den Baurechtsvertrag hat die Korporation nun entschieden der Zweckänderung nicht zuzustimmen. Er argumentiert, dass die Zweckbestimmungen des Vertrages nicht eingehalten würden. Diese Haltung wird dadurch bestärkt, dass bis anhin die militärische Nutzung immer im Vordergrund stand. Eine zivile Nutzung wurde nur unter Vorbehalt für kurzfristige militärische Belegungen erteilt.