Kriens baut an seiner Zukunft

In einem mehrteiligen Gesamtprojekt entsteht in Kriens etappenweise ein neues Zentrum. Am Donnerstag wurde der Grundstein gelegt für das Herzstück des Projekts, das «Zentrum Pilatus». In einer späteren Etappe wird dann das «Teiggi-Areal» überbaut. Damit geht eine mehrjährige Zwischennutzung zu Ende.

Die Luzerner Agglomerationsgemeinde Kriens hat bald 30`000 Einwohnerinnen und Einwohner. Was der Gemeinde fehlt, ist ein richtiges Zentrum. Seit Jahren wird bereits geplant und mit der Grundsteinlegung des Herzstücks der Grossüberbauung, des «Zentrum Pilatus» ist ein wichtiger Schritt erfolgt.

Vorgesehen ist ein sechsstöckiger, markanter Neubau. Darin sollen ab Ende 2018 der Gemeindesaal, die Verwaltung, Büroflächen, Geschäfte und Wohnungen entstehen. Zudem soll der neue, grosse Vorplatz zum Verweilen einladen und für Veranstaltungen genutzt werden können.

«Teiggi» wird geräumt

Ein weiterer Teil der Grossüberbauung betrifft das Areal der ehemaligen Teigwarenfabrik, der «Teiggi». Seit 18 Jahren wird das Areal zwischengenutzt. In den farbigen Gebäuden befinden sich Ateliers, das Jugenhaus und Kulturräume. Diese müssen in diesen Tagen geräumt werden. Auf der «Teiggi» entsteht eine Genossenschaftssiedlung mit 90 Wohnungen.

Beim Krienser Gemeindepräsidenten, Cyrill Wiget löst dies eine gewisse Wehmut aus. «Ich bin aber froh, dass der heutige Geist der Teiggi in der Genossenschaftssiedlung weiterleben wird. Nicht alle Kulturschaffenden werden aber einen neuen, vergleichbaren Raum finden. Zudem ist das Ende der Teiggi auch ein Ende einer Zeitzeugin aus der Epoche der Industrialisierung. Diese prägte Kriens vor allem während des 19. Jahrhunderts», sagt Cyrill Wiget im Gespräch.

In den nächsten Tagen wird die Baubewilligung erteilt werden, Anfang Oktober beginnen die Bauarbeiten und im Spätsommer 2018 sollten die 90 Genossenschaftswohnungen bezugsbereit sein.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr