Kriens fordert mehr Unterstützung beim Bypass Luzern

Das Umfahrungsprojekt, welches Luzern und die Agglomeration vom Verkehr entlasten soll, sorgt vor allem in Kriens für viel Kritik. Das Bundesamt für Verkehr (Astra) möchte der Gemeinde nun entgegenkommen. Für die Gemeinde geht der Vorschlag jedoch zu wenig weit.

Eine Skizze der möglichen Strassen-Überdachung.

Bildlegende: Skizzen für eine mögliche Überdachung der Strasse beim Eingang ins Dorf Kriens. ZVG

Laut den Krienser Gegnern des Umfahrungsprojekts «Bypass Luzern» verschandle das Projekt den Dorf-Eingang und bringe viel Lärm. Das Bundesamt für Strassen hat deshalb fünf Varianten berechnet, welche die Lärmemissionen vermindern sollen.

Die Vorschläge reichen von einer Überdachung der Hauptstrasse beim Tunnelausgang Grosshof bis zur vollständigen Überdachung zwischen dem Grosshof Kriens und dem Schlund in Horw. Die Spannbreite der Kosten beträgt 20 bis 540 Millionen Franken. Das Astra favorisiert zwei Vorschläge am unteren Rand der Spannbreite.

Gemeinde will komplette Überdachung

In Kriens begrüsst man zwar die Gesprächsbereitschaft des Astra, der Gemeinde geht eine blosse Überdachung der Hauptstrasse beim Tunnelausgang aber zu wenig weit. Gewünscht würde eine komplette Überdachung des Strassenabschnittes zwischen dem Grosshof in Kriens und dem Schlund in Horw. Damit soll nicht nur der Lärm minimiert, sondern auch das Dorfbild aufgewertet werden.

Mitte Juni will der Krienser Gemeinderat eine umfassende Stellungnahme für das Astra verfassen. Das Bundesamt will das Projekt im Herbst mithilfe der Stellungnahmen der Gemeinde Kriens und des Kantons Luzern nochmals überarbeiten.

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