Kriens will keine neue Veloverbindung Richtung Luzern

Mit rund 56% der Stimmen sagt das Krienser Stimmvolk Nein zu einem Strassenprojekt als Veloverbindung in die Stadt Luzern. Einwohnerrat und Gmeinderat waren dafür. Die Krienser SVP hingegen weibelte für die Ablehnung.

Eine junge Frau auf dem Fahrrad.

Bildlegende: Kriens kriegt vorläufig keine neue Veloverbindung Richtung Stadt Luzern. Keystone

«Wir sind schwer enttäuscht», sagt der Grüne Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget, welcher für die Erarbeitung eines Strassenprojekts als Veloverbindung Kriens - Luzern geweibelt hat. Erklären könne er sich das Resultat allerdings durch die hohe Stimmbeteiligung: «Immerhin haben mehr als 4300 Leute den Veloweg angenommen. Dass so ein hoher Ja-Stimmen-Anteil in Kriens nicht reicht, ist sehr aussergewöhnlich.» Die hohe Stimmbeteilitung erklärt sich Wiget durch die drei Nationalen Vorlagen, welche viele Leute an die Urne lockten.

SVP nicht überrascht über Erfolg

Erfreut hingegen zeigt sich der Krienser SVP-Präsident Peter Portmann, welcher gegen die Vorlage war. «Wir haben stark gekämpft gegen dieses Strassenprojekt und die Leute, vorallem die im SVP-Umkreis hatten kein Verständnis für diese Verbindung Richtung Stadt Luzern.» Die SVP wolle aber durchaus nicht den Status Quo: «Wir könnten uns einen Veloweg bei der alten Brünig-Bahn-Strecke oder näher beim Sonnenberg vorstellen», sagt er gegenüber Radio SRF.

In naher Zukunft wird Kriens im Rahmen des Gesamtverkehrskonzeptes, welcher der Gemeinderat entwickeln will, auch die Situation auf der Schachen- und Amlehnstrasse neu beurteilen.