Krienser Parlament lehnt Initiative gegen Asylzentrum ab

Der Krienser Einwohnerrat spricht sich gegen eine Gemeindeinitiative aus, welche die Umzonung der Wiese beim Gefängnis Grosshof verlangt. Die SVP wollte damit das geplante Asylzentrum verhindern.

Das Gefängis Grosshof in Kriens. Dort soll ein neues Asylzentrum entstehen.

Bildlegende: Auf der Wiese hinter dem Gefängnis Grosshof in Kriens soll ein neues Asylzentrum entstehen. Keystone

Der Kanton Luzern plant auf der Wiese beim Gefängnis Grosshof in Kriens ein Asylzentrum für ca. 120 Personen zu bauen. Das Land gehört dem Kanton Luzern. Die SVP wollte diese Pläne mittels einer Umzonung verhindern. Zu diesem Zweck hatte sie eine Gemeindeinitiative lanciert. Rund 1400 Krienserinnen und Krienser haben diese Initiative unterschrieben.

Das Krienser Parlament, der Einwohnerrat, hat die Initiative am Donnerstagabend mit 18 zu 12 Stimmen abgelehnt. Die SVP streue der Bevölkerung Sand in die Augen, diese Umzonung werde für die Asylpolitik missbraucht, hiess es aus den Reihen der CVP.

Die SP wiederum machte darauf aufmerksam, dass der Kanton Luzern auch bei einem Nein zum geplanten Asylzentrum, Asylsuchende in Kriens einquartieren würde. Diese würden dann jedoch günstige und dringend benötigte Wohnungen besetzen.

Die FDP störte sich hauptsächlich daran, dass das Asylzentrum auf 30 Jahre hinaus geplant ist. Sie wollte diese Zeit auf zehn Jahre beschränken.

Das letzte Wort über die Gemeindeinitiative hat das Volk. Voraussichtlich im Herbst gibt es eine Abstimmung über die Umzonung oder eben über das geplante Asylzentrum.