Krienser Parlament stimmt neuem Zentrum zu

Das Krienser Grossprojekt «Zukunft Kriens - Leben im Zentrum» hat die Zustimmung des Gemeindeparlaments. Zwar gaben die Gemeinde-Investitionen von brutto 61 Millionen Franken Anlass zur Diskussion. Doch am Ende fiel der Entscheid deutlich: Mit 23 zu 6 Stimmen bei einer Enthaltung.

Zentrum Kriens mit Zonen, die neu überbaut werden sollen

Bildlegende: Drei von vier Arealen im Krienser Zentrum, die neu gestaltet werden sollen. zvg

In den letzten Jahren hat die Gemeinde mit ihren rund 26'000 Einwohnern stets rote Zahlen geschrieben. Auch für die kommenden Jahre budgetiert Kriens ein Defizit. Die SVP-Fraktion des Einwohnerrats kritisierte denn auch: Vor diesem Hintergrund 61 Millionen Franken zu investieren, mute abenteuerlich an.

«Schon fast kamikazehaft ist dieser Plan und die damit verbundene Hoffnung, dass sich Investoren mit einem ebenso grossen Betrag am Zentrumsprojekt beteiligen würden», sagte SVP-Fraktionsmitglied Michael Günter gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Neues Zentrum soll Finanzen sanieren

Ganz anders sah das in der Debatte der Krienser Baudirektor Matthias Senn: «Die Gemeinde kann sich die Investitionen sehr wohl leisten. Denn mittelfristig wird das Projekt die Gemeindefinanzen sanieren - zum Beispiel dank der neuen Wohnungen und Geschäftsräume, die entstehen. Ausserdem sind die 61 Millionen der Bruttobetrag. Netto sind es lediglich 37 Millionen.»

Die vier Teilprojekte gestaffelt zu realisieren, wie dies die SVP möchte, ist für Baudirektor Senn keine Option. Das würde in seinen Augen alles verkomplizieren und käme am Ende teurer. Das letzte Wort in der Sache hat die Krienser Bevölkerung. Sie stimmt am 9. Februar 2014 über den Kredit ab.