Krimi soll «Fall Luchs» wieder ins Gespräch bringen

Der Schriftsteller Peter Beutler hat den «Fall Luchs» in einem Krimi verarbeitet. Bei diesem Einsatz einer Spezialeinheit wurden 2005 zwei unschuldige Männer brutal verhaftet. Danach waren Passagen aus dem Verhaftungsvideo plötzlich nicht mehr auffindbar.

Der Schriftsteller Peter Beutler mit seinem Krimi «Hohle Gasse».

Bildlegende: Schriftsteller Peter Beutler hat in seinem Krimi «Hohle Gasse» den «Fall Luchs» verarbeitet. SRF

Peter Beutler war zu diesem Zeitpunkt Mitglied des Luzerner Kantonsrates. In einem Vorstoss verlangte er Antworten zum Einsatz der Sondereinheit Luchs. Der Fall habe ihn seither nicht mehr losgelassen, sagte Beutler im Gespräch mit dem Regionaljournal. Mit seinem Krimi wolle er aufzeigen, was dieser Fehltritt bei der Polizei für Folgen gehabt haben könnte.

Keine Unterhaltung

«Mein Bedürfnis war es nicht, einen Krimi zu schreiben, um die Leute zu unterhalten, ich wollte den Finger auf einen wunden Punkt legen», sagt Peter Beutler. Für ihn sei nicht unbedingt der Vorfall an sich problematisch, sondern was nachher passiert sei. Beweise seien vernichtet worden und man habe das Ganze unter den Tisch kehren wollen.

Mit seinem Buch «Hohle Gasse» will Peter Beutler den Fall wieder ins Gespräch bringen. Er wünscht sich, dass «vielleicht sogar jemand im Parlament auf die Idee kommt, das Thema wieder aufzugreifen».