Zum Inhalt springen
Inhalt

Kriminalgericht spricht Urteil 7 Jahre Gefängnis für Luzerner Taxifahrer wegen Vergewaltigung

Der Taxifahrer hatte sich an Kundinnen sexuell vergangen und eine von ihnen vergewaltigt. Die Opfer des Taxifahrers waren junge, alkoholisierte Frauen, die nachts mit dem Taxi nach Hause fahren wollten.

Zur Last gelegt wurden ihm sechs solche Fälle aus den Jahren 2010, 2012 und 2016, in fünf Fällen wurde er vom Kriminalgericht schuldig gesprochen.

Gemäss des publizierten Urteils wurde der 45-jährige Mann wegen Vergewaltigung, fünffacher sexueller Nötigung und dreifacher Entführung schuldig gesprochen.

Weil der Beschuldigte HIV-positiv ist, machte er sich gegenüber dem Vergewaltigungsopfer und seiner Gattin, die nichts von der Infektion wusste, der versuchten schweren Körperverletzung schuldig. Angesteckt wurden die beiden Frauen nicht.

Mit DNS-Spuren überführt

Die vergewaltigte Taxikundin, eine 18-jährige Austauschstudentin, war das letzte Opfer des Beschuldigten. Zwei Monate später wurde der Taxifahrer festgenommen und dank DNS-Tests der anderen Taten überführt.

Das Gericht sprach den Beschuldigten für diese schwerste und letzte Tat der Vergewaltigung, der sexuellen Nötigung sowie der versuchten schweren Körperverletzung schuldig. Vom Vorwurf der Entführung wurde er aber freigesprochen.

Vier weitere junge Frauen nötigte der Taxifahrer sexuell. Er berührte die Opfer, die auf dem Beifahrersitz sassen, an Brust, Beinen und Unterleib, teilweise auch unter der Wäsche.

In einem Fall freigesprochen

Bei dreien dieser Fälle machte er sich durch das Abweichen von der Route auch der Entführung schuldig. Das Gericht folgte hier durchgehend den Anträgen der Staatsanwältin.

In einem Fall von 2012 wurde der Taxifahrer freigesprochen. Die Staatsanwältin hatte eine Verurteilung wegen sexueller Nötigung gefordert. Der Beschuldigte hatte dem Opfer einen Taxidienst angeboten. Während der Fahrt fasste er sie ans Bein und fragte, ob sie nicht gratis fahren möchte. Der gegenüber der Nötigung minderschwere Tatvorwurf der sexuellen Belästigung ist verjährt.

Der Verteidiger hatte mehrere Delikte geringfügiger als die Staatsanwaltschaft und das Gericht eingestuft. Den Vorwurf der Entführung liess er nicht gelten, weil sein Mandant nur kurze Abstecher gemacht habe.

Auch habe er verschiedentlich die Frauen nicht genötigt, sondern nur belästigt. Der Verteidiger forderte für seinen Mandanten eine dreijährige, teilbedingte Freiheitsstrafe.

Mann darf keine Taxifahrten mehr anbieten

Der Taxifahrer war am Prozess vom 30. Mai weitgehend geständig. Er habe grosse Fehler gemacht, sagte er. Sein Verhalten erklären konnte er nicht, und er beantwortete Fragen dazu teilweise nicht oder nur widersprüchlich.

Das Kriminalgericht untersagt dem Mann zudem, für die Dauer von fünf Jahren Taxifahrten anzubieten und durchzuführen. Die Verfahrenskosten, die der Beschuldigte übernehmen soll, betragen gegen 61'000 Franken. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Oh Du meine Güte, heisst das nun, dass wir Frauen nicht mal mehr mit einem guten Gefühl in ein Taxi steigen können? Sind wir nun auch schon hier so weit? Diese widerlichen Vorfälle geben schon SEHR zu denken. Dem Taxifahrer sollte das Anbieten von Taxifahrten auf Lebzeiten verboten werden, nicht nur für 5 Jahre.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Heinz Dietsche (Mangi)
    Die Frauen tun mir sehr leid, nachdem Frau nachts nicht mehr allein gassi gehen kann kommen sie jetzt noch unter die Räder des niedrigsten Berufstandes der Taxifahrer.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    "7 Jährchen" für mehrfache sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen??? Die Opfer sind "lebenslang" traumatisiert!! Der Täter gehört lebenslang verwahrt, damit es unter Garantie zu keinen weiteren Opfern durch diese abartig veranlagte, kriminelle Kreatur mehr kommen kann!! Gerechtigkeit - unfähige "Kuscheljustiz"!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Es ist doch inzwischen längst bekannt, dass die Täter mit Samthandschuhen behandelt werden und die Opfer im Stich gelassen werden. Übrigens darf man ja auch nicht mehr erfahren, woher die Täter kommen. Kuscheljustiz "vom Feinsten".
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Die Frauenforderungen gar auch gegen Ersttaeter sind nicht nur brachial, sondern auch fuer die Staats- und Sozialkassen ruinoes. Allerdings toents dann ploetzlich ganz anders, wenn der eigene Sohn als Sexgruesel am Wickel gepackt wird. Die Ausrede "Jugendliebe" - auch wenns Notgeilheit und ein i-Podkabel war statt Liebe - soll ihn vor jeder Strafe, Massnahme und Registrierung beguenstigen....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen