Kunstmuseum Luzern: Stadtrat will sich nicht einmischen

Nach mehreren Kündigungen wegen Unstimmigkeiten zeigt sich der Stadtrat besorgt. Die Abgänge im Kunstmuseum hätten zu grossem Wissensverlust und Verunsicherung geführt.

Kunstmuseum Luzern

Bildlegende: Der Luzerner Stadtrat will bezüglich der Kündigungswelle rund um die Kunstgesellschaft Luzern keine Massnahmen ergrei... Keystone

Der Stadtrat sei nicht für die Personalpolitik des Kunstmuseums zuständig, erklärte der Luzerner Stadtrat am Donnerstag zu einer dringlichen Interpellation der SP im Stadtparlament.

In den vergangenen Monaten verliessen Sammlungskonservator Christoph Lichtin und Finanz- und Personalchef Reto Inäbnit das Kunstmuseum. Dies nach Unstimmigkeiten im Kader. Der ehemalige Stadtrat Kurt Bieder tritt im Mai nach nur wenigen Monaten als Präsident der Kunstgesellschaft Luzern zurück.

Im Oktober 2011 übernahm mit Fanni Fetzer eine neue Direktorin die Leitung des Kunstmuseums. Dass ein Direktionswechsel in Kulturbetrieben Abgänge zur Folge hätten, sei nicht unüblich, meint der Stadtrat.

Zudem sei die Kunstgesellschaft gezwungen, Fixkosten zu überprüfen und wo möglich zu reduzieren. Pensenkürzungen seien die Folge, führte der Stadtrat aus.

Im letzten Jahr sind die Besucherzahlen im Kunstmuseum Luzern im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Etwa die wirtschaftlich schlechte Situation und der Rückgang bei Touristen werden von der Direktion als Gründe angegeben.