Lage in den Hangrutschgebieten bleibt angespannt

Die Situation in den Hangrutschgebieten oberhalb von Sarnen und Beckenried hat sich in den letzten Tagen kaum entschärft. Die Hänge bleiben konstant in Bewegung. Allerdings hat sich das Tempo der Rutschungen nicht verschärft. Die Situation stellt die Gemeindebehörden vor grosse Herausforderungen.

Aufgerissene Strasse

Bildlegende: Der Hangrutsch oberhalb von Beckenried hinterlässt Spuren. Keystone

Im Gebiet Hintergraben oberhalb des Sarnersees rutscht der Hang nach wie vor rund zehn Zentimeter pro Tag. «Wir haben aber festgestellt, dass trotz der Regenfälle der letzten Tage das Tempo der Rutschung nicht zugenommen hat», sagt der Sarner Gemeinderat Jürg Berlinger auf Anfrage. Aktuell gelte das Augenmerk vor allem den Strassen im Gebiet, weil diese sich durch die Rutschung stark verschöben.

Im Gebiet Bodenberg in Beckenried bricht am unteren Ende der Rutschung immer mehr Material in den Lieli-Bach. «Bisher konnte der Bach aber das Material gut mitnehmen», sagt Gemeinderat Urs Christen auf Anfrage.

In den nächsten Tagen werden nun weitere Holzungsarbeiten gemacht, damit sich der Bach nicht stauen kann.

Der Beckenrieder Gemeinderat Urs Christen wird in diesen Tagen gefordert.

Bildlegende: Der Beckenrieder Gemeinderat Urs Christen wird in diesen Tagen gefordert. SRF

 Die Situation stellt den Beckenrieder Gemeinderat vor grosse Herausforderungen. Gemeinderat Urs Christen, der für das Ressort Sicherheit zuständig ist, steht in regelmässigem Kontakt mit den Geologen.

«Dabei haben wir heikle Fragen zu beantworten – etwa, ob das Gebiet genug sicher ist für eine Begehung oder für die Forstarbeiter», sagt Urs Christen gegenüber SRF.