Waffenplatz Wil bei Stans Landrat hält Waffenplatz-Erweiterung für «teuer und unausgegoren»

Der Nidwaldner Landrat weist die Erweiterung des Waffenplatzes Wil bei Stans für 20 Millionen Franken zurück: Die Regierung muss das Projekt überarbeiten. Der Rat hat am Mittwoch den beantragten Kredit mit 34 zu 18 Stimmen abgelehnt.

Ein Helikopter und Soldaten im Kompetenzzentrum Swissint in Stans im Kanton Nidwalden.

Bildlegende: Auf dem Waffenplatz Wil bei Stans werden die Swissint-Einsätze geübt (Archivbild) Keystone

Die Regierung möchte den Waffenplatz Wil für 20 Millionen Franken erweitern. Die Bauten auf dem Waffenplatz werden vom Kompetenzzentrum der Armee für Auslandseinsätze Swissint und vom kantonalen Zeughaus genutzt.

Das Projekt sieht ein neues Zeughaus sowie eine Tiefgarage vor. Der Kanton müsste 11 Millionen Franken für Tiefgarage und Zeughaus übernehmen. Der Rest würde vom Bund übernommen.

Die vorberatenden Kommissionen stimmten dem Kredit zu. Aus FDP, der SVP und der Grünen/SP gab es aber Bedenken: Das Vorhaben sei ein Investitionswunsch des Bundes, er solle sich stärker beteiligen. Das Parlament sei zu spät einbezogen worden. Es gebe viele offene Fragen. Das Projekt müsse verbessert werden, damit es in der Volksabstimmung eine Chance habe.

Sicherheitsdirektorin Karin Kayser betonte, dass Nidwalden nicht für den Bund baue, sondern für sich selbst. Am Schluss der Debatte war sie aber bereit, eine Rückweisung zu akzeptieren.