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Lebensqualität leide zu stark Stadt Luzern will definitiv keine «Spange Nord»

Mit dem Autobahnzubringer gäbe es zu viel Verkehr und Lärm, findet der Stadtrat. Damit wendet er sich gegen den Kanton.

Eine Visualisierung der geplanten Verkehrsentlastung.
Legende: Wenn es nach dem Kanton geht, soll der «Bypass» mit der «Spange Nord» ab 2025 so gebaut werden. ZVG

Mit einem Autobahntunnel zwischen Ibach und Kriens, dem sogenannten «Bypass», soll das Stadtzentrum vom Verkehr entlastet werden. Grundsätzlich steht der Stadtrat hinter dieser Idee.

Dem geplanten Autobahnzubringer, der sogenannten «Spange Nord» steht die Stadt aber skeptisch gegenüber. Er führe zwar zu einer Entlastung im Bereich Kasernenplatz und ermögliche eine durchgehende Busspur vom Pilatusplatz bis zum Schweizerhofquai, schreibt der Stadtrat. Die Strassenbreite könne jedoch nicht reduziert werden und die Trennwirkung für den Fussverkehr bleibe bestehen.

Kanton hält an Projekt fest

Der Kanton kommentiert dies mit Bedauern. Für ihn lohne sich der Bypass nur mit der Spange Nord. Wenn sich Stadt und Kanton jetzt aber uneins sind, führe das zu langen Verzögerungen, sagt Regierungsrat Robert Küng: «Den Fünfer und das Weggli kann man nicht haben: Die Stadt entlasten ohne weitere Verkehrsflächen zu bauen, das geht nicht.»

Die Stadt entlasten ohne weitere Verkehrsflächen zu bauen, das geht nicht.
Autor: Robert KüngRegierungsrat

Bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres hatte die Regierung seinen Willen bekräftigt und dem Kantonsparlament einen Sonderkredit von 6,5 Millionen Franken vorgelegt, um das Projekt voranzutreiben. Voraussichtlich in der Mai-Session wird der Rat darüber entscheiden.

Der Kanton muss sich gut überlegen ob er in einer Abstimmung gegen den Willen der Stadt antreten will.
Autor: Adrian BorgulaStadtrat

Am Ende definitiv über die Umsetzung entscheiden, wird der Kanton. Ob dieser bei einer Abstimmung gegen die Stadt antreten will, bezweifelt Stadtrat Adrian Borgula: «Der Kanton muss sich sehr gut überlegen ob er in einer Abstimmung gegen den Willen der Standortgemeinde antreten will.»

1 Kommentar

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  • Kommentar von Arthur Häberli (Arthur Häberli)
    Die Haltung des Kantons zu dem Thema erscheint mir entlarvend. Wann wurde wo, eine Stadt von Verkehr entlastet, während in der neue Verkehrsflächen gebaut wurden? Im besten Fall entsteht eine Umverteilung und im schlechtesten generier es Zusatzverkehr. Das sich der Stadtrat für das Wohlbefinden in den in den angepeilten Quartieren einsetzt ist ihm hoch anzurechnen. Es wurde schon genug schlimmes mit dem Bau von Strassen in Luzern angerichtet (Hallwilerweg (Weg!!), Hirschengr., Kasernenpl., etc.
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