Lieber helfen als verzeigen: Polizist Emmenegger geht in Pension

Vierzig Jahre lang war Hans Emmenegger in seiner Heimat Entlebuch auf Streife und hat so manche Veränderung bei der Polizei miterlebt. Diese Woche geht er in Pension.

Hans Emmenegger vor seinem Haus in Schüpfheim.

Bildlegende: Der pensionierte Polizist Hans Emmenegger vor seinem Haus in Schüpfheim. SRF

Als er bei der Polizei angefangen habe, musste jeder Polizist eine eigene Schreibmaschine mitbringen, eine Hermes 3000 mit breitem Balken, damit die Statistikbögen für die Verkehrsunfälle eingespannt werden konnten. Hans Emmenegger schmunzelt, wenn er an die Zeit vor dem Computer zurückdenkt.

Nicht nur die Technik, auch die Gesellschaft hat sich in den Jahren verändert. Doch bei der Frage, ob die Jugend heute so schlimm sei wie immer behauptet wird, winkt er ab. Vor allem im Entlebuch habe er immer einen guten Draht zu den Jungen gehabt, und Schlitzohren habe es schon immer gegeben.

Sowieso ist es Hans Emmenegger lieber, wenn er den Leuten helfen kann als wenn er Bussen verteilen muss. Gerade im Entlebuch kommt es vor, dass man Bekannte büssen muss. Damit habe er aber nie ein Problem gehabt, meint Emmenegger. Das Wichtigste sei, dass man alle gleich behandle.

(Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr)