Linke und Protest-Allianz im Kanton Luzern erfolglos

Kleiner Rechtsrutsch im Kanton Luzern - dies das Fazit des Wahlsonntags. Zu den Verlierern gehören die Linken und die Allianz gegen ruinöses Sparen, die sich im letzten Herbst mit lauten Protest-Kundgebungen bemerkbar gemacht hat. Die Stimmenden haben die bürgerliche Politik gutgeheissen.

Demonstrationszug.

Bildlegende: Kundgebung gegen Sparen in der Bildung im Anmarsch auf das Luzerner Regierungsgebäude. Keystone

Die Linke im Luzerner Kantonsrat - SP und Grüne - liess keine Gelegenheit aus, die Finanzpolitik und die Steuerstrategie der bürgerlichen Mehrheit zu kritisieren. Beides gehe zu Lasten der Schwächsten in der Gesellschaft, und auf Kosten der Bildung. Kundgebungen gegen die Sparpolitik haben die Linken in der letzten Legislatur immer mitgetragen.

Dass diese Proteste sich kaum ausgewirkt haben, das hat Katharina Meile, Co-Präsidentin der Luzerner Grünen, nicht erwartet. Sie wertet dies als Protest der Wahlberechtigten, mit dem Ergebnis, dass SP und Grüne ihre Wählerschaft zu wenig haben mobilisieren können.

Zu Wort gemeldet hatte sich im letzten Herbst auch die «Allianz gegen ruinöses Sparen im Kanton Luzern». Bis zum Wahlsonntag haben deren Protestkundgebungen aber kaum nachgewirkt.