Listenverbindungen sorgen für Gesprächsstoff

Für die Luzerner Kantonsratswahlen laufen zur Zeit Gespräche zwischen den Parteien über mögliche Listenverbindungen. Für Aufregung sorgt ein mögliches bürgerliches Dreierticket zwischen FDP, CVP und SVP in der Stadt Luzern. Die kantonalen Parteileitungen beobachten diese Entwicklung mit Argusaugen.

Für die kommenden Luzerner Kantonsratswahlen spielen Listenverbindungen unter den Parteien eine grosse Rolle.

Bildlegende: Für die kommenden Luzerner Kantonsratswahlen spielen Listenverbindungen unter den Parteien eine grosse Rolle. Keystone

Die bürgerliche Listenverbindung in der Stadt Luzern zwischen FDP, CVP und SVP ist noch nicht beschlossene Sache. FDP-Parteipräsident Peter Schilliger hat auf diese Möglichkeit hin bereits Reaktionen via Email erhalten. «Sicher nicht mit der SVP» sei eine. Andere können sich ein Zusammenspannen mit der CVP nicht vorstellen.

Für Peter Schilliger ist klar. Es geht um «Restmandate, die wir nicht an links verlieren wollen» und deshalb werde die FDP die «Arithmetik ins Zentrum stellen». Für die CVP steht die Listenverbindung mit der eigenen Jungpartei und der BDP und EVP im Vordergrund. Nicht alle in der CVP haben vergessen, dass die FDP bei den nationalen Wahlen 2011 eine Verbindung verweigert hat.

Wahlkreise entscheiden selbständig

Schlussendlich will die CVP den Wahlkreisparteien keine Befehle erteilen. Diese entscheiden für sich. Auch wenn CVP-Parteipräsident Pirmin Jung einer Verbindung mit der SVP eher skeptisch gegenübersteht: «Wir hätten bei der Basis viel Erklärungsbedarf».

Erfreut ist hingegen die SVP über eine mögliche bürgerliche Allianz in der Stadt Luzern. Parteipräsident Franz Grüter sieht den «grössten gemeinsamen Nenner» mit der FDP. Franz Grüter kann sich auch eine grosse bürgerliche Listenverbindung vorstellen. Das Ziel dieser Verbindung ist klar: Die linken Parteien, die in der Stadt stark sind, zu schwächen.

Keine Angst vor den Bürgerlichen

Die SP des Kantons Luzern fürchtet diese mögliche Verbindung in der Stadt nicht. Daniel Gähwiler ist höchsten erstaunt, dass sich «FDP und CVP trotz Differenzen mit der SVP» eine solche Verbindung überhaupt vorstellen können. Die Parteien haben bis am 2. Februar 2015 Zeit, ihre Listen bei der Luzerner Staatskanzlei einzugeben.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr