Luxushotellerie ist oft Mäzenatentum

Der österreichische Investor Peter Pühringer liess es sich 270 Millionen Franken kosten, das Parkhotel Vitznau zu sanieren und zu erweitern. Am Wochenende wird es eröffnet.

Der Blick vom Bürgenstock auf das Parkhotel Vitznau.

Bildlegende: Der Blick vom Bürgenstock auf das Parkhotel Vitznau. Keystone

Die 47 Suiten und Residenzen stehen schon bald einer sehr gut betuchten Kundschaft zur Verfügung. Die Zimmer wurden thematisch gestaltet - jedes ist in einem anderen Stil gehalten.

Die Zahlen rund um das Hotel sind gigantisch: Hundert Angestellte kümmern sich um die Gäste. Sieben davon sind nur für die Bewirtschaftung des Weinkellers zuständig. Dessen Bestückung liess sich der Investor Peter Pühringer 23 Millionen Franken kosten.

Für den Tourismusfachmann Urs Wagenseil von der Hochschule für Wirtschaft in Luzern ist die Investition in die Luxushotellerie mit dem Mäzenatentum in der Kultur zu vergleichen. Oft würden reiche Menschen ihr Geld in ein Hotel investieren. Das habe für die ganze Region positive Auswirkungen. In Vitznau hätten bereits während der Renovation des Hotels viele Leute von Aufträgen profitiert. Natürlich bestehe auch immer das Risiko, dass ein solches Projekt fehlschlage. Die Alternative sei allerdings, dass gar nicht investiert werde. „Davon hat auch niemand etwas“, sagt Urs Wagenseil im Regionaljournal Zentralschweiz.

In der Zentralschweiz wird besonders viel investiert

In der Zentralschweiz entsteht derzeit eine ganze Reihe Luxushotels. In Andermatt, auf dem Bürgenstock, in Engelberg oder in Hertenstein werden enorme Summen in solche Projekte investiert. Offen sei, ob die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten im Luxussegment im gleichen Tempo und Umfang steige, wie das Angebot zunehme, sagt Urs Wagenseil. Dies hänge sehr stark davon ab, wie gut die Angebote vermarktet würden. Die künftigen Gäste kommen laut Wagenseil aus der ganzen Welt. Damit knüpfe der Tourismus in der Zentralschweiz an die Tradition an, die während der Belle Epoche entstand.