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Luzern am «Sacco di Roma» «Wir gehen mit den Finanzen verantwortungsvoll um»

Der Kanton Luzern ist Gastkanton an der Vereidigung der Schweizergarde. Die Reise soll 100'000 Franken kosten.

Eine Ehrengarde am «Sacco di Roma», bei der Vereidigung der Schweizergarde.
Legende: Eine Ehrengarde am «Sacco di Roma», bei der Vereidigung der Schweizergarde. Keystone

Die Luzerner Regierung hat die Einladung angenommen, am sogenannten «Sacco di Roma» teilzunehmen. Eine Delegation des Kantons Luzern und der drei Landeskirchen wird am 5. Mai 2018 in Rom am Anlass teilnehmen.

«Die offizielle Luzerner Delegation wird etwa ein Dutzend Personen umfassen», sagt der Luzerner Staatsschreiber Lukas Gresch auf Anfrage von Radio SRF. Für die Luzerner Bevölkerung seien rund 150 Tickets reserviert.

Der Regierungsrat werde beim Kantonsparlament ein Kostendach von rund 100'000 Franken beantragen. «Ein Teil der Mittel wird aus dem Lotteriefonds stammen, da auch kulturelle Auftritte mit dem Besuch in Rom verbunden sind – zum Beispiel der Auftritt eines Chores», so Lukas Gresch.

Wir werden wahrscheinlich mit dem Zug nach Rom reisen.
Autor: Lukas GreschStaatsschreiber Kanton Luzern

Die Delegationsmitglieder würden aber auch einen Teil der Reise selber finanzieren. Man werde auch Wert darauf legen, die Kosten im Rahmen zu halten. «Wir werden vermutlich mit dem Zug nach Rom reisen.» Das sei aber noch nicht definitiv entschieden.

Im Kanton Luzern ist die Finanzlage nach einem langen budgetlosen Zustand angespannt. Trotzdem könne sich der Kanton diese Reise leisten. Die Regierung plane einmal pro Legislatur eine Teilnahme an einem grösseren Anlass. «Diese Reise steht also nicht im Widerspruch zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Finanzen», sagt Lukas Gresch.

Romreise der Regierung wird kritisiert

Kritik an der Reise nach Rom äussert die SP. Dieses Geld könne anderweitig besser verwendet werden, heisst es in einem dringlichen Postulat. Diese Reise könne unter keinem Traktandum als notwendige Staatsaufgabe gesehen werden. «Statt für Reisekosten von Magistraten und deren Gäste soll das Geld für Familien ausgegeben werden, die auf Prämienverbilligungen angewiesen sind», schreibt Parteipräsident David Roth.

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