Luzern - die Verschenk-Hochburg im Internet

Rund 10'000 Leute sind auf der Facebook-Seite «Verschenkkreis Luzern» registriert. Dort kann man Sachen, die man nicht mehr braucht, weiter verschenken. Tagtäglich wechseln so unzählige Gegenstände den Besitzer, und täglich stossen neue Leute zum Verschenkkreis.

Beispiele von Verschenk-Sachen auf Facebook.

Bildlegende: Beispiele der Verschenkkreis-Seite auf Facebook. SRF

Betreut wird der Verschenkkreis Luzern auf dem sozialen Netzwerk Facebook von Hatun Huber, einer jungen Hausfrau und Mutter aus Kriens: «Mich fasziniert diese Idee der Nachhaltigkeit. Leute werfen ihre alten Sachen nicht weg, sondern verschenken sie und helfen so anderen.» Deshalb ist es für sie auch selbstverständlich, täglich mehrere Stunden für ihre Aufgabe als «Administratorin» des Verschenkkreises aufzuwenden.

Die Idee des Verschenkkreises ist simpel: Wer Mitglied bei Facebook ist, kann sich auf der Seite registrieren. Danach ist es möglich, seine Gegenstände mit Foto auf der Seite zu publizieren und so an Interessierte zu gelangen. Per Privatnachricht kann man sich die Geschenke sichern und die Übergabe organisieren. «So ist beiden geholfen: Der eine spart sich den Gang zum Ökihof, und der andere hat das Geld gespart, um sich etwas Neues anzuschaffen», sagt Hatun Huber.

Rund 10'000 Leute sind aktuell beim Luzerner Verschenkkreis dabei. Das sind rund zehnmal so viele Mitglieder, wie die gleiche Aktion in den Kantonen Bern, Zürich oder Basel erreicht. Hatun Huber hat dafür auch eine Erklärung: «Vielleicht hat Luzern einfach den seriöseren Ruf und deshalb sind auch Leute aus anderen Kantonen dabei.»