Luzern spart bei den vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen

Im Rahmen des Sparpakets will der Kanton Luzern Unterstützungsbeiträge bei den vorläufig aufgenommenen Personen kürzen. Seit kurzem sind die genauen Zahlen bekannt. Die rund 400 betroffenen Haushalte müssen zum Teil mit massiv tieferen Beiträgen rechnen.

Eine ausländische Frau mit ihren zwei Kindern.

Bildlegende: Vorläufig aufgenommene Personen erhalten künftig weniger Unterstützung für ihren Lebensunterhalt. Keystone

In der Vergangenheit zahlte der Kanton Luzern höhere Beiträge für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge als andere Kantone. Neu müssen die rund 400 betroffenen Haushalte mit weniger Unterstüzungsbeiträgen für den Grundbedarf rechnen.

Zum Teil massive Kürzung

Während den ersten 10 Jahren ist die Caritas Luzern im Auftrag des Kantons Luzern für die Betreuung der Asylsuchenden und Flüchtlingen zuständig. Die Kürzungen, die seit ein paar Tagen bekannt sind, seien zum Teil massiv, sagt Thomas Thali, Geschäftsleiter der Caritas Luzern. Eine Familie mit zwei Kindern erhalte zum Beispiel 37 Prozent weniger als heute. Eine Einzelperson muss mit einer Reduktion von mehr als der Hälfte auskommen.

Ziel der Kürzungen ist es, den Druck auf die voräufig Aufgenommenen zu erhöhen, eine Arbeitsstelle zu suchen und somit selbständiger zu werden. Die neuen Richtlinien für vorläufig aufgenommene Personen gelten ab dem 1. April 2015.