Luzern spart beim öffentlichen Verkehr

Der öffentliche Verkehr im Kanton Luzern erhält weniger Geld. Der Kantonsrat hat das Globalbudget um 3,6 Millionen Franken gekürzt. Betroffen sind vor allem die Stadt und Agglomeration Luzern, die in Randzeiten mit weniger Angeboten auskommen muss.

Zwei Busse, die beim Bahnhofplatz Luzern losfahren.

Bildlegende: In und um Luzern werden zu Randzeiten künftig weniger Busse fahren. Keystone

Der Sparkurs im Zusammenhang mit dem Luzerner Kantonsbudget betrifft auch den öffentlichen Verkehr. Der Regierungsrat beantragte eine Kürzung des Globalbudgets um 3,6 Millionen Franken. Das Parlament ist ihm auf diesem Weg gefolgt. Betroffen sind von den Kursausdünnungen zu Randzeiten vor allem Linien in der Stadt und der Agglomeration.

«Kein Verständnis» der Passagiere

Die Gegner der Sparmassnahme sahen einen Widerspruch zur vom gleichen Parlament beschlossenen ÖV-Planung. «Diese Stop-and-Go-Politik ist nicht konsequent», sagt Norbert Schmassmann, CVP-Kantonsrat und Direktor der Verkehrsbetriebe Luzern (vbl). «Die Passagiere verstehen solche
Sparmassnahmen nicht.»

Parlament bleibt spurtreu

Der Kantonsrat hat trotz Widerstand die Sparmassnahmen im ÖV-Bereich deutlich, mit 74 zu 34 Stimmen beschlossen. Ebenso eine Plafonierung der Investitionsbeiträge für den öffentlichen Verkehr.