Luzern stellt ab Oktober den höchsten Statistiker der Schweiz

Georges Ulrich legt Ende Monat seine Arbeit bei Luzern Statistik nieder und wechselt zum Bundesamt für Statistik. Bevor er sich den neuen Aufgaben stellt, gewährt Georges Ulrich einen Einblick in ein vermeintlich staubiges Handwerk.

Georges Ulrich im Studio vom Regionaljournals Zentralschweiz

Bildlegende: Georges-Simon Ulrich ordnet ab Oktober für den Bund die statistischen Zahlen. SRF

«In Luzern leben die meisten Durchschnittspersonen», sagt Georges Ulrich gegenüber dem Regionaljournal und bildet als 45-jähriger, verheirateter Mann mit zwei Kindern keine Ausnahme. «Ich meine das durchaus positiv. Luzern ist so ein Abbild der gesamten Schweiz.»

Im Juni ernannte der Bund Georges Ulrich zum neuen Leiter des Bundesamtes für Statistik (BfS) in Neuenburg. Damit wird der bisherige Direktor von Luzern Statistik ab Oktober zum höchsten Statistiker der Schweiz. Er soll nach dem schnellen Abgang seines Vorgänger Jürg Marti wieder für Ruhe im BfS sorgen.

Georges Ulrich freut sich über die neue Herausforderung und steckt sich selber ambitionierte Ziele: «Ich will mit meinem neuen Team an einem Strang ziehen und so einen Beitrag zur Demokratie in der Schweiz leisten. Darauf freue ich mich sehr.»

Die Nachfolge von Georges Ulrich ist noch nicht geklärt. Statistisch gesehen haben männliche Bewerber die besseren Chancen. Der künftige Chef des BfS rät aber zur Vorsicht: «Die Statistik ist Teil unseres Lebens. Es ist jedoch wichtig, diese kritisch zu hinterfragen.»