Integration in Arbeitsprozess Luzern will 200 neue Ausbildungsplätze für Flüchtlinge

Die Integration von Flüchtlingen in die Arbeit soll verstärkt werden. Der Kanton Luzern will 200 neue Vorlehr-Stellen einrichten. Das Amt für Berufsbildung sucht dazu den Kontakt zu Betrieben, die Praktikumsplätze anbieten. Der Bund unterstützt diese Vorlehren finanziell.

Ein Frau arbeitet in einer Hotelküche.

Bildlegende: Flüchtinge sollen den Einstieg in einen Beruf schaffen - zum Beispiel in einer Hotelküche. (Symbolbild) Keystone

«Wir sind mit verschiedenen Branchen im Gespräch, um in Luzern für die ganze Zentralschweiz Integrations-Vorlehren auf die Beine zu stellen«, sagt Christof Spöring vom Luzerner Amt für Berufsbildung gegenüber Radio SRF. Zum Beispiel mit Bäcker-Konditoren, Plattenlegern oder der Hotel- und Gastrobranche.

Bis im Frühling können die Kantone ihre Projekte beim Staatssekretariat für Wirtschaft einreichen. Der Bund beteiligt sich mit 13'000 Franken pro Platz an den Kosten. Wichtig für das Gelingen sei die Bereitschaft der Wirtschaft, Praktikumsplätze anzubieten.

Erfahrung in Gastrobranche

Im Kanton Luzern hat die Hotel&Gastro Formation bereits Erfahrung mit diesen Vorlehren. Sie hat diese im Jahr 2006 etabliert und seither 450 Flüchtlinge ausgebildet. 80 Prozent von ihnen haben danach eine Stelle gefunden.

Der Kanton hat die Gastro-Vorlehre «Riesco» aber seit einem Jahr sistiert. Ausbildungsleiter Heinz Gerig hofft, dass das Projekt wieder ins Laufen kommt.