Neue Strategie Luzern will Gemeindefusionen nicht mehr aktiv fördern

Der Luzerner Regierungsrat hat die Strategie für die Gemeindereform neu justiert: Künftig sollen strategische Zusammenschlüsse nicht mehr aktiv gefördert werden. Hingegen will der Kanton mit Gemeinden, die in Schwierigkeiten geraten, gemeinsam nach Lösungen suchen.

Wegweiser am Strassenrand.

Bildlegende: Die Gemeinden Littau und Luzern haben fusioniert. Kriens und Horw wollten von einem Zusammenschluss aber nichts wissen. Keystone

Der Kanton Luzern möchte strategische Fusionen, beispielsweise bei Zentren mit umliegenden Gemeinden, nicht mehr fördern. Stattdessen will der Kanton mit Gemeinden, die in finanzielle oder organisatorische Schwierigkeiten geraten, nach Lösungen suchen.

Weiterhin wolle man diejenigen Gemeinden unterstützen, welche von sich aus Fusionen anstrebten, heisst es in einer Mitteilung. Gehandelt werde damit dort, wo tatsächlich Bedarf bestehe.

Fusionen sparen Geld

Eine Analyse des Justiz- und Sicherheitsdepartements habe ergeben, dass sich die 16 Zusammenschlüsse von Luzerner Gemeinden zwischen 2004 und 2013 bewährt hätten: «Es zeigt sich, dass die Pro-Kopf-Kosten in der Verwaltung in den fusionierten Gemeinden um bis zu 44 Prozent gesunken sind», sagt Regierungsrat Paul Winiker. Dass die Kosten gesunken sind, bestätigten auch die Verantwortlichen aus den fusionierten Gemeinden.