Luzern will schlummerndes Potenzial wecken und davon profitieren

Mit einem Bündel an Fördermassnahmen will sich der Kanton Luzern als attraktiver Standort für Neu- und Jungunternehmen etablieren. Das neue Angebot umfasst unter anderem Beratungen, Kurse und Coachings.

Geigenbauer

Bildlegende: Luzern will nicht nur jungen Hightech-Unternehmern helfen, sondern besonders auch Handwerkern und Dienstleistern. Keystone

Im Kanton Luzern werden jährlich zwischen 300 und 350 Firmen gegründet. Im landesweiten Vergleich liegt Luzern aber (relativ gesehen) fast am Schluss der Rangliste. Ab kommendem Herbst soll sich das nun ändern, wenn das dreijährige Pilotprojekt beginnt. Die Wirtschaftsförderung Luzern, am Alpenquai in der Stadt Luzern, steht dabei im Mittelpunk. Sie bekommt mehr Gewicht, indem bei ihr die Angebote gebündelt und ausgebaut werden: Für Interessierte hält die Wirtschaftsförderung auf ihrer Internetseite umfangreiche Informationen bereit. In einem zweiten Schritt werden den Unternehmern telefonische Beratungen, Informationsgespräche sowie ein individueller Unternehmertest angeboten.

Kurse für Jungunternehmer

Darüber hinaus plant die Wirtschaftsförderung, jährlich fünf Kurse durchzuführen. An diesen sollen die Teilnehmer Themen der Unternehmensführung kennenlernen und sich mit anderen austauschen können. Neugegründeten Unternehmen wird zudem ein Coaching angeboten.

«  Viele angehende Unternehmer sind blauäugig. Sie glauben, ihr Geschäft werfe schon nach den ersten Monaten Gewinn ab. »

Walter Stalder
Direktor Wirtschaftsförderung Luzern

Für den Aufbau des Angebots rechnen der Kanton und die Wirtschaftsförderung mit einmaligen Kosten von insgesamt rund 73'000 Franken. Danach kostet das Projekt jährlich 100'000 Franken. Diese Summe wird zu 60 Prozent durch Beiträge aus der neuen Regionalpolitik (NRP) getragen. Die restlichen 40 Prozent übernimmt die Wirtschaftsförderung.