Luzerner Bäckerei Hug ist im Umbruch

Der Familienbetrieb Hug mit Produktionsstandort Littau beliefert einerseits sein eigenes Filialnetz, produziert aber gleichzeitig auch für Konkurrenz, die Grossverteiler. Grund dafür ist der Wandel in der Branche. Hug richtet nun sein Filialnetz neu aus und trennt sich von der Sparte Gastronomie.

Paul Philipp Hug und Andreas Tobler.

Bildlegende: Sie richten die Traditionsbäckerei neu aus: Geschäftsführer Paul Philipp Hug (links) und Marketingleiter Andreas Tobler. SRF

In der Grossbackstube der Bäckerei Hug wird rund um die Uhr gebacken. Das Unternehmen produziert täglich rund 15 Tonnen Backwaren. Nur knapp ein Fünftel der Produkte sind für das eigene Filialnetz gedacht. Der Grossteil kommt frisch oder tiefgekühlt zu Drittabnehmern: Gastrobetriebe, Grossbäckereien wie Jowa oder Hiestand und Grossverteiler wie Aldi oder Denner.

Die Produktionshalle der Bäckerei Hug

Bildlegende: Vor sechs Jahren wurde die Produktion in Luzern-Littau ausgebaut. zvg

Konkurrenz wird grössser

Was auf den ersten Blick überrascht, ist für Marketingleiter Andreas Tobler eine einfache Rechnung: «Wir können gewisse Produkte besser und günstiger herstellen als die Grossbäckereien.» Im Verkaufsgeschäft wird die Konkurrenz immer grösser, nicht zuletzt durch Kioske oder Tankstellen, die immer häufiger selber vor Ort Brote frisch aufbäckt.

Neues Konzept

Um dieser Konkurrenz die Stirn zu bieten, hat Hug sein Filialkonzept überarbeitet. Neue Filialen wurden an Standorten mit grosser Besucherfrequenz eröffnet, beispielsweise an Bahnhöfen. Weniger rentable Geschäfte geschlossen. Und: Hug trennt sich von seinem Gastronomie-Bereich. Das Hug-Restaurant auf dem Mühleplatz wird umgebaut, der Name Hug verschwindet.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17.30 Uhr.