Luzerner Behörden behalten Pegel des Vierwaldstättersees im Auge

Der Wasserstand des Sees liegt aktuell leicht über dem Durchschnitt. Weil aber der Pegel des Vierwaldstättersees sehr schnell steigen kann, beobachtet die Abteilung Naturgefahren den Wasserstand genau.

Das Nadelwehr in der Stadt Luzern.

Bildlegende: Das Nadelwehr in der Stadt Luzern ist aktuell zu zwei Dritteln geöffnet. Keystone

Der Pegel des Vierwaldstättersees und der Reuss erscheinen dem Laien zur Zeit sehr hoch. Der Wasserstand liegt aber nur leicht über dem Durchschnitt. Trotzdem beobachten die Fachleute den Pegel genau, weil sich der Vierwaldstättersee schneller füllt als andere Seen.

Dies hängt mit zwei Besonderheiten zusammen. Einerseits ist der Seeausgang in der Stadt Luzern ein eigentliches «Nadelöhr», sagt Albin Schmidhauser von der Abteilung Naturgefahren des Kantons Luzern. Andererseits gibt es rund um den See immer wieder heftige Gewitter, welche den Pegel sehr schnell ansteigen lassen.

Keine Situation wie 2005

Von dem Szenario wie dem Hochwasser 2005 sei man allerdings «noch weit entfernt», sagt Albin Schmidhauser weiter. Aktuell beträgt der Pegelstand 433 Meter. Beim Hochwasser 2005 waren es 80 Zentimeter mehr.

Die Fachleute behalten aber den Wasserstand des Sees genau im Auge. Das gefürchtetste Szenario sind viel Regen und warme Temperaturen, welche viel Schnee in den Bergen abschmelzen lassen.