Luzerner Busse, Züge und Schiffe transportieren mehr Gäste

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) transportierte im Jahr 2012 94,5 Millionen Fahrgäste. Das sind rund 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Künftig will der VVL den Bahnhof Luzern mit Tangentiallinien stärker entlasten.

VBL-Busse stehen auf dem Luzerner Bahnhofplatz

Bildlegende: Der Busbahnhof vor dem Bahnhof Luzern soll entlastet werden. Es sollen künftig weniger Überlandbusse verkehren. SRF

Der Kostendeckungsgrad des öffentlichen Verkehrs stieg um 0,7 auf 50 Prozent. Mit 28,6 Mio. Kurskilometern erweiterte der Verkehrsverbund Luzern (VVL) 2012 sein öV-Angebot um 2,5 Prozent. Die durch die öffentliche Hand finanzierte Differenz zwischen Kosten und Erträgen stieg um 4,2 Prozent auf 163 Millionen Franken, wie es am Donnerstag publizierten Jahresbericht des VVL heisst.

 An den nicht gedeckten Kosten des öV im Kanton Luzern beteiligten sich im letzten Jahr der Bund mit knapp 34 Millionen, die Nachbarkantone mit über 53 sowie VVL und Gemeinden mit je 38 Millionen Franken.

Mehr Aboverkäufe vor der Preiserhöhung

Der Tarifverbund Passepartout steigerte 2012 die Einnahmen aus Abo- und Billettverkäufen. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf den Rekord von 95,5 Millionen Franken. Mehrverkäufe im Vorfeld der Tariferhöhungen vom 9. Dezember 2012 hätten massgeblich zum positiven Jahresergebnis des Tarifverbunds beigetragen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Kundenzufriedenheit nahm gemäss einer Umfrage im Spätsommer 2012 bei 3500 Fahrgästen leicht ab. Sie betrug 74 Punkte (-1). Bemängelt wurde unter anderem die Zuverlässigkeit im städtischen Raum. Daneben waren die Kunden auf der Luzerner Landschaft mit dem Busangebot am Sonntag und am Abend nicht zufrieden. Auf die Abnahme habe der VVL mit dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2012 bereits reagiert, heisst es im Jahresbericht.