Luzerner Cartouristen sollen künftig kurz laufen

Der Luzerner Schwanenplatz könnte vom Verkehr entlastet werden, indem die Touristen dort nur noch aus dem Car aussteigen, aber nicht mehr in diesen einsteigen dürfen. Dieses wegen Bauarbeiten nötige provisorische Regime soll als Dauermassnahme geprüft werden.

Der Schwanenplatz mit Cars udn Fussgängern

Bildlegende: Die Touristen können auch künftig direkt beim Schwanenplatz aussteigen, müssen danach aber zum Bahnhofplatz laufen. Keystone

Der Carparkplatz am Schwanenplatz in Luzern ist bei den Reisegruppen nicht nur wegen seiner Nähe zur Altstadt und dem See beliebt, sondern auch wegen den dortigen Uhrenläden. Wegen der engen Verhältnisse kommt es gerade in den Stosszeiten aber immer wieder zu brenzligen Situationen mit Fussgängern, Velos und Autos.

Weil davon ausgegangen wird, dass der Carverkehr in den nächsten Jahren noch stark zunehmen wird, bildeten vor knapp einem Monat Stadt, Touristiker, Anwohner und Gewerbe die Arbeitsgruppe «Cartourismus Luzern».

Touristen müssen Seeseite wechseln

Die Gruppe schlägt nun vor, das Carregime, das wegen der Sanierung des Grendels und des Löwengrabens vom Oktober 2014 bis Frühling 2015 gilt, als Testlauf für eine Dauerlösung zu nutzen.

Wegen den Bauarbeiten dürfen die Reisebusse die Touristen nur noch aussteigen lassen. In den Car einsteigen müssen die Reisegruppen dann auf dem Bahnhofplatz.

Der Carverkehr am Schwanenplatz wird von privaten Wächtern geregelt. Diese erhalten nun während den Stosszeiten Unterstützung der Luzerner Polizei. Die Car AG habe diese Sofortmassnahme in Zusammenarbeit mit der Polizei beschlossen, heisst es in der Mitteilung.